Sonntag, 6. April 2025
nach Cucuron
Auch heute Morgen wurden wir mit einem grossen und ausgezeichneten Frühstücksbuffet verwöhnt. So könnte jeder Tag beginnen 👍. Vom Hotel weg steuerten wir direkt eine Bäckerei und einen kleinen Supermarkt an, damit wir Proviant für unterwegs kaufen konnten. Wir schätzten natürlich sehr, dass uns die Receptionistin des Hotels zwei Geschäfte nennen konnte, die auch an einem Sonntagmorgen geöffnet hatten.
Das heutige Höhenprofil hatte es in sich. Nach etwa fünf Kilometer leichtem Einrollen begann die längste Steigung der ganzen Ferienwoche. Wir begannen auf etwa 80 m.ü.M. und 10 Kilometer später waren wir auf etwas über 700 m.ü.M. Wir waren nicht unglücklich, dass die Strasse zu etwa 50% aus Schotter und zu etwa 50% aus Asphalt gebaut war. Diese Unterteilung war jedoch nicht nacheinander, sondern vor geraumer Zeit war vermutlich die ganze Strasse geteert, doch mittlerweile ist sehr viel Asphalt weggebrochen und so war es ein echtes Asphalt-Patchwork 😆, was aber dennoch recht gut zu fahren war.
Auf der piste de crète hatten immer wieder tolle Ausblicke ins flache Land und auch auf umliegende Hügel, was immer wieder zu Fotostopps animierte. Auf dem Hügelrücken fuhren wir länger durch ein eindrückliches Waldgebiet (Forêt des cèdres du Luberon), welches von unzähligen Wanderwegen durchzogen war. Und natürlich waren an einem solch herrlichen Sonntag auch sehr viele Wanderer und Jogger unterwegs. Eine sehr schöne Gegend. Wir konnten in Richtung Norden auch immer wieder den Mont Ventoux sehen, was ja ein Klassiker unter den Passfahrten der Tour de France ist.
Nach einer rassigen Talfahrt besuchten wir das schmucke Hügeldorf Bonnieux, was Filmkulisse im Film "A good year" mit Marion Cotillard und Rusell Crowe war. Eigentlich wollten wir da etwas trinken, was dann aber nicht geklappt hat. Entweder waren die Restaurants entlang der Strasse schon voll oder man konnte nicht einfach nur etwas trinken sondern sollte etwas zu essen bestellen, was wir aber nicht wollten. So fuhren wir weiter bis nach Lourmarin. Wobei: Zwischen diesen zwei Ortschaften gab es echt knackige und anspruchsvolle Wanderwege zu fahren. Das machte grossen Spass, gab ein paar tolle Fotos, doch es machte auch grossen Durst, den wir dann in Lourmarin in einem Strassencafé mit Blick auf das nahe Schloss stillten. Lourmarin ist (wie schon Bonnieux) sehr touristisch. Der historische Ortskern war voll mit Tagestouristen, die den sonnigen Sonntag auskosteten. Das war uns schon fast etwas zu heftig.
Von Lourmarin bis zu unserem Zielort Cucuron war es dann nur noch um die 7 Kilometer, die auch zum grössten Teil auf asphaltierten Strassen gefahren werden konnten. Das tat gut, denn die über 1'000 Höhenmeter haben wir doch alle etwas gespürt. In Cucuron haben wir Zimmer in einem schnuckligen B&B (Les chambres de Charlotte), mitten im Kern der Altstadt. Nach etwas Ruhe und einer erfrischenden Dusche schlenderten wir etwas durch die Ortschaft, machten ein paar Fotos und genehmigten uns dann beim zentralen Brunnen eine Pizza vom Pizzamobil. Die hat ausgezeichnet geschmeckt und so konnten wir zufrieden und müde unser B&B ansteuern, wo wird dann eher früh in die Federn stiegen.
Hier der Link zu der gefahrenen Strecke. Und hier der Link zu den Fotos des heutigen Tages.
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