Mittwoch, 21. Januar 2026
not my king
Ich war noch nie ein grosser Fan des WEF (World Economic Forum) in Davos. Da wird mit viel Steuergeld einer politischen und wirtschaftlichen Elite eine Plattform geboten, die im Gegenzug ziemlich wenig für die Normalbürger tut, sondern vor allem damit beschäftigt ist, sich gegenseitig die Taschen zu füllen und globales Networking zu betreiben. Schon lange hätten die enormen Sicherheitskosten für diesen Anlass der privaten Organisation verrechnet werden sollen. Doch das passiert nicht.
Das ist die Schweizer Eitelkeit. Als Kleinstaat will man zumindest eine Bühne für die ganz Grossen bieten (wenn man selbst schon nicht mitspielen kann). Das ist so eine Selbstlüge wie "die Diplomatie der guten Dienste", die die Schweiz so gerne anbietet. Man erhofft sich davon, dass etwas von der Aura der Macht auf einem abfällt. Dass man dadurch im Gegenzug von den Grossen und Mächtigen bevorzugt oder zumindest wohlwollend behandelt wird.
Aktuell findet also wieder einmal das WEF statt und deshalb hört man heute im Umfeld des internationalen Flughafens sehr viel Hubschrauberlärm. Der amerikanische Lügenbaron Präsident Donald Trump gibt sich die Ehre, um Europa und auch die Schweiz vor versammelter Speichelleckerfraktion mal wieder so kräftig abzukanzeln. Er ist der Sonnengott und nur er weiss, wie die Welt funktioniert. Nachdem er vor wenigen Wochen den venezolanischen Präsidenten samt Ehefrau entführen liess, um an die reichen Ölvorkommen des Landes zu gelangen, ist nun sein nächstes Ziel, Grönland von Dänemark "abzukaufen". Auch da gibt es noch einiges an Rohstoffen und wenn Amerika diese nicht "schützt", wird wohl Russland oder China ganz einfach zuschlagen. Solche Behauptungen sind nur noch beschämend und hochgradig absurd! ![]()
Präsident Trump ist ein unverschämter und empathieloser Narzisst und mir ist völlig unklar, weshalb fast alle europäischen Spitzenpolitiker ihn noch immer hofieren. Man hatte wahrlich genügend Zeit, um ihn kennenzulernen.
Man hat nicht den Mut, um ihn zu ignorieren und kaltzustellen. Soll er doch Strafzölle erheben wie er will. Das mag der europäischen Wirtschaft zu Beginn sicher weh tun, doch auf längere Sicht ist das der einzige Weg, wie mit solchen Querulanten umzugehen ist. Er schadet damit ja vor allem seinem eigenen Land und seiner Bevölkerung. Es gibt auch noch andere Märkte, auf die man sich fokussieren kann. Aber nein, wir Europäer haben immer noch eine verklärte Sicht auf das grosse, freie Amerika. Sie haben sich unter diesem Präsidenten jedoch von den Befreiern des Zweiten Weltkriegs und einer Schutzmacht zu einer erpresserischen Räuberbande gewandelt. Dieser neuen Realität gilt es sich entsprechend anzupassen und adäquat zu handeln.
Man darf gespannt sein, ob sich Europa und auch die Schweiz zu einer klareren Haltung durchringen kann. Wir bauernschlaue Schweizer hoffen immer noch auf gute Geschäfte und so verraten wir alle unsere moralischen Werte. Es ist ein ekelerregendes Trauerspiel. 👎
In ein paar Jahren werden wir uns diese devote Haltung noch vorwerfen...
Dieser Link ist nicht aktiv. Er enthält eine kopierbare Trackback-URI, um manuell ein Ping- und Trackback zu diesem Eintrag für ältere Blogsysteme zu generieren; zB (immer noch valide) über das zur Verfügung gestellte Eintragsfeld des serendipity_event_trackback Plugins. Serendipity und andere Blogsysteme erkennen die Trackback-URL heutzutage aber automatisch anhand der Artikel-URL. Die Trackback-URI für ihren Link des Sender-Eintrages lautet daher wie folgt: »https://www.beatsblog.ch/3822-not-my-king.html«
