Mittwoch, 6. Mai 2026
(9) sur le Pont d'Avignon...
Wir warteten bereits um 07:30 Uhr vor der Boulangerie, bis der Bäcker die Pforten öffnete. Dafür gab es noch warme Croissants 🥐 und Pain au Chocolat 😋. Wir wollten zügig wegkommen, weil mit 90 Kilometern heute die längste Tagesetappe auf dem Plan stand. Zudem versprachen die Highlights: Arena in Nimes, Aquädukt Pont du Gare und zum Schluss Pont d’Avignon einige lohnenswerte Foto-Stopps. Das Wetter war wieder fein und machte richtig Lust, um ausgiebig Rad zu fahren.
Die Streckenführung war gemütlich. Mal Asphalt, mal Schotterstrasse und dazwischen ein paar Trails, um nicht zu vergessen, wie es geht. Wir kamen gut voran und kamen kurz nach elf Uhr ins Stadtzentrum von Nîmes. Zuerst besuchten wir die «Jardin de la Fontaine» mit der heiligen Quelle, wo man sehr gut sehen kann, wie das Wasser aus dem Boden sprudelt. Dann fuhren wir weiter zum römischen Amphitheater, wo dann auch das heutige Titelbild entstand. Nahe des Bahnhofs gönnten wir uns Orangina und Kaffee und entschieden uns, um noch etwas sitzenzubleiben, um dann gemeinsam eine Pizza zu essen.
Der weitere Streckenverlauf führte uns auf Schotterstrassen auf einen Hügelrücken, von wo man immer wieder tolle Ausblicke in Richtung Osten und Süden, in das Rohne-Tal, geniessen konnte. Auch hier war es nahezu menschenleer und sehr schön zu fahren. Vom Hügelzug runter führte ein Wanderweg/Singletrail vom Feinsten. In dichtem Wald ging es knapp zwischen den Bäumen hindurch, immer wieder gab es Wurzeln und Steinfelder, man konnte gut rollen lassen und musste nur ganz wenige Mal kurz absteigen und schieben. Wir hatten keine Ahnung wo wir waren, fuhren durch eine Art Wald-Tunnel und waren echt geflasht ob der vielen Eindrücke. Und dann, ganz plötzlich, führt der Weg aus dem Wald heraus und wir stehen quasi direkt von dem Aquädukt «Pont du Gard». Das war ein unglaublicher Moment, der uns sicher lange in Erinnerung bleiben wird.
Und das Beste, wir befanden uns auf der entgegengesetzten Seite des Touristeneingangs und hatten so die ganze Kulisse für uns alleine. Natürlich mussten da verschiedenste Fotos her. Wir wollten nicht gerade in den Touri-Abzock-Bars einkehren und fuhren deshalb weiter bis nach Remoulins, wo wir eine schöne Bar besuchten und uns erfrischten. Wir hatten nun etwas über 60 Kilometer auf dem Tacho und die restlichen 30 werden relativ easy, und flach, dem Rhoneufer entlang bis nach Avignon sein. Also alles im grünen Bereich.
So war es denn auch und somit erreichten wir um etwa 17 Uhr das Altstadtzentrum von Avignon, wo uns der Track natürlich direkt vor die halbfertige «Pont d’Avignon» führte. Hier auch noch ein paar Fotos und dann machten wir uns auf den Weg zu unserem Hotel. Nach diesem langen und ereignisreichen Tag waren wir gut müde und freuten uns auf eine erfrischende Dusche.
Später dann noch etwas durch die Altstadtgassen flanieren und in einem schönen Gartenrestaurant dinieren. Das war so quasi: Der perfekte Tag.
Hier der Link zu der heutigen GPS-Aufzeichnung. Die Fotos im Fotoalbum beginnen ab Bild 399.
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