Donnerstag, 7. Mai 2026
(10) an die Ardèche
Schon kurz nach dem gestrigen Abendessen begann mein Magen zu grummeln und sich zu verkrampfen. Ich dachte, dass sich die gegessene Kombination aus Haribo Cola-Fläschchen und dem nachfolgenden Beefsteak Tartare einfach schlecht verträgt. Kaum im Hotelzimmer angekommen verzog ich mich deswegen aufs Klo und harrte der Dinge, die da kommen…
Im Laufe der Nacht musste ich noch mehrmals aufstehen und die Sache hatte sich nun zu einem veritablen Durchfall entwickelt. Nicht gut. Und genau so «nicht gut» fühlte ich mich auch beim Frühstück. Kaum Appetit und ein äusserst flaues Gefühl in der Magengegend. Zum Glück waren die aufgerufenen Tour-Eckdaten mit 58 km und um die 900 Hm eher auf der zahmen Seite.
Zuerst kreuzten wir Avignon, auf der Suche nach einem Fahrradgeschäft, auf. Wir wollten Reserveschläuche und Flickzeug kaufen, da wir dieses in den letzten Tagen aufgebraucht hatten. Dann richteten wir uns nordwärts und liessen die Stadt schon bald hinter uns. Es folgten viele Kilometer auf Landwirtschaftsstrassen entlang grosser Kornanbauflächen und vieler Weinkulturen. Zu dieser Jahreszeit ist alles sehr grün und schön anzusehen. Leider konnte ich das nicht sehr geniessen, da mich immer wieder Magenkrämpfe plagten und ich mich zwischendurch auch mal in die Büsche schlagen musste. Ziemlich unschön, das Ganze.
Wir kamen in die historische Altstadt von Saint-Laurent mit ihrer imposant grossen Kirche. Nach kurzem Velo-Sightseeing war es Zeit für einen Kaffeehalt (und einen WC-Besuch). Von da ging es weiter nach Laudun l’Ardoise, wo wir auf einer Anhöhe am Dorfausgang unsere Mittagspause einlegten. Dabei ass ich nur Brot, um meinen Magen etwas zu füllen, doch nicht unnötig zu belasten. Ich war froh, dass Kilometer 30 und somit die Hälfte der Tagesstrecke nun schon hinter uns lag.
Bei Kilometer 38 durchquerten wir den sehr schönen Ort Bagnols sur Cèze und die letzten 20 Kilometer bis nach Saint Martin d’Ardèche waren dann auch keine grosse Sache mehr. Dieser hübsche Ort wird dominiert von einer grossen Brücke über die Ardèche und einer kleinen Uferpromenade mit Restaurants und Bars. Genau richtig, um noch ein Eis zu essen, bevor wir unser Hotel aufsuchten.
Das Hotel Belvédère war dann der eigentliche Knaller des Tages. Ein sehr schmuckes, schön eingerichtetes Hotel mit einem beheizten Swimmingpool im Garten. Klar, dass wir nach einer kurzen Dusche noch in den Pool springen und danach etwas in der Sonne liegen mussten. Herrlich! So könnten alle Biketage zu Ende gehen.
Nach Abendessen war wir dann immer noch nicht zu Mute und deshalb blieb ich im Hotelzimmer und pendelte zwischen Bett und Toilette hin und her.
Hier der Link zu der heutigen GPS-Aufzeichnung. Die Fotos im Fotoalbum beginnen ab Bild 446. (Mir stand der Sinn heute nicht so nach viel fotografieren, und somit gab es (leider) nur wenige Bilder).
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