Mittwoch, 17. Juni 2026
Furka- und Nufenenpass
Die erste Hitzewelle dieses Jahres bildete eine ideale Grundlage für eine Alpentour mit Pässen von über 2'400 Metern über Meer. Es war nun also der Tag gekommen, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Jürg wollte mich begleiten und so trafen wir uns schon um 05:30 Uhr am Bahnhof des Flughafens Zürich/Kloten. Um 05:39 Uhr starteten wir in Richtung Zentralschweiz, wo wir um 08:16 Uhr, in Hospental, für unser Vorhaben vom Zugsitz auf den Velosattel wechselten. GPS-Tour laden, starten und los geht es. 🚴 🚵
Die ersten fünf Kilometer bis nach Realp waren noch ziemlich flach und somit ideal, um etwas einzurollen. Am Ortsausgang konnten wir auf einem Strassenschild lesen: "steigt 890 Meter auf 13 Kilometer". Genau das war unser Plan, um auf den Furkapass zu kommen. Es hiess also runterschalten und einen guten Rhythmus finden, um knappe zwei Stunden berghoch zu fahren. Wir gingen es locker an und genossen dabei die immer besser werdende Aussicht.
Von Westen, vom Wallis her, windete es noch ziemlich dunkle Wolken über die Passhöhe, doch es war klar, dass sich auch hier schon bald die Sonne durchsetzen wird. Um 10:30 Uhr machten wir beim Passschild das obligate Gipfelfoto und bei aktuell 15 Grad zogen wir für die Talfahrt eine Wind- oder Regenjacke über.
Bei einem der bekanntesten Lost-Places in der Schweiz, beim ehemaligen Hotel Belvedère, machten wir natürlich auch ein Foto. Auf der gegenüberliegenden Seite ist vom Rhone-Gletscher nicht mehr viel zu sehen. Dafür müsste man Eintritt bezahlen und noch etwa 300 Meter einem Wanderweg um eine Hügelkuppe folgen. Nichts für Radfahrer 😏. Wir sausten lieber die Passtrasse bis nach Oberwald runter und vernichteten so innert kürzester Zeit 1'000 Höhenmeter.
Kurz darauf, in Ulrichen, bogen wir nicht direkt auf die Passstrasse in Richtung Nufenenpass ab, sondern fuhren weiter der Rhone entlang bis nach Reckingen/Goms. Dort gab es nämlich einen weiteren "Grand Tour of Switzerland" Foto-Spot, den ich bei dieser Gelegenheit auch noch in meine Sammlung aufnehmen wollte. Das hat wunderbar geklappt und gleich neben dem Foto-Spot gab es ein schönes Restaurant, wo wir nun, kurz vor 12 Uhr mittags, einkehrten und uns für die zweite Passfahrt stärkten. 🍽
Die Rückfahrt nach Ulrichen war gut, um die Beine wieder etwas anzuwärmen, denn es standen noch satte 1'150 Höhenmeter, bis zur Passhöhe des Nufenen, auf dem Programm. Das heisst also gute zwei Stunden berghoch kurbeln. Dafür schaltete ich am GPS das Display auf die Anzeigeseite, die meine Pulsfrequenz anzeigt. Um gut hochzukommen, wollte ich den Puls möglichst nicht über 130 Schläge steigen lassen. Ausserdem wollte ich keine Höhenangaben sehen, denn sonst rechne ich immer, wie lange es noch dauert. So konnte ich ziemlich gemütlich hochfahren und die wirklich wunderschöne Aussicht geniessen.
Der Anstieg bis auf die Passhöhe hat Körner gekostet und so war klar, dass wir beim Restaurant eine Pause einlegen, um etwas Kühles zu trinken und ein Stück Fruchtkuchen zu essen. Wir gratulierten uns gegenseitig für die erbrachte Leistung 👍 und freuten uns auf das Finale. Denn bis ans Tourende, dem Bahnhof in Airolo, geht es von der Passhöhe nur noch bergab. Man kann 23 Kilometer lang sitzen, rollen und geniessen. Herrlich!
Um 16:57 Uhr bestiegen wir den Zug in Richtung Arth Goldau, wo wir nach Zürich umsteigen mussten. Das letzte Teilstück bis zum Flughafen war ein Klacks und um 19:23 Uhr waren wir wieder am Flughafen-Bahnhof, wo wir uns voneinander verabschiedeten. Das war ein Hammer-Tag!
Danke für's Mitkommen. ![]()
Inklusive An- und Rückfahrt kamen über 100 Kilometer auf den Tacho. Wer Interesse hat, kann hier die GPS-Aufzeichnung dieser Pässefahrt im Detail sehen. Das GPS sagt für die Alpentour: 92 km, 5:42 Std., 2'270 Hm. Für den ganzen Tag: 108 km, 6:30 Std., 2'470 Hm.
PS: Ich brauche neue Ziele... ☺️
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Auf dem Weg zum Sustenpass. Die Furka & Nufenen Tour von letzter Woche hat mich angefixt und deshalb wollte ich das schöne und heisse Frühsommerwetter noch einmal für eine Alpentour nutzen. Und wie kann man zwei Pässe und mehr als 2'000 Höh […]
Kommentare
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kaeser jürg am :
Sali Beat.
Danke für den guten Bericht und dass Du mein Leiden auf den letzten Höhenmetern ausgelassen hast..... Immerhin konnte ich die heutige Wanderung im Tösstal durchziehen. Auch immer wieder schön.
Bis bald und danke für die Organisation.
Jürg