Lägern und Altberg
Schon kurz nach halb acht Uhr morgens bin ich aufs Rad gestiegen, weil ich zu einer erneuten Blutuntersuchung in einem Analyselabor aufgeboten wurde. Da war ich schon vor genau einem Monat, doch scheinbar wurde mein Blut irgendwie kontaminiert, denn der spezialisierte Arzt beurteilte die Testergebnisse als unglaubwürdig. Also musste eine neue Blutprobe her.
Statt mit dem KISH-Strassenrad, war ich heute mit dem TREK Procaliber Gravel-/Mountainbike unterwegs, weil ich mich nach dem Arzttermin mit Jürg für eine Bike-Trainingstour verabredet habe. Um halb zehn Uhr trafen wir uns bei einem Tankstellenshop und bei einem Kaffee besprachen wir den heutigen Tourenplan. Es kündigte sich ein wunderschöner und fast wolkenloser Frühlingstag an. Noch war es mit 6 oder 7 Grad ziemlich kalt, doch im Tagesverlauf sollten angenehmere 12 bis 13 Grad erreicht werden.
Wir entschieden uns für die Kombination von Lägern und Altberg. Auf dem Altberg war ich geschätzte 20 Jahre schon nicht mehr, und ich war deshalb gespannt, wie sich die Trails in der Zwischenzeit entwickelt haben. Die Auffahrt zu der Lägern Hochwacht gestalteten wir, für einen guten Trainingseffekt, so steil wie möglich. 😅 (und wieder zeigte sich der Vorteil von ein paar Kilos weniger auf den Rippen). Auf der Aussichtsplattform der Lägern-Hochwacht machten wir nur eine kurze Bananenpause, weil die Sicht doch ziemlich diesig (oder neblig) war und der kalte Biswind uns kräftig um die Ohren pfiff.
Der anschliessende Downhill runter nach Otelfingen hatte es dann ziemlich in sich. Viele Wurzeln, Absätze und enge Kehren machten jede Menge Spass 👌. Den hatte ich irgendwie gar nicht mehr so gut in Erinnerung und war deshalb positiv überrascht. Wir durchquerten das Furttal und machten uns auf der Gegenseite an den Aufstieg zum Altberg. Wir wussten genau, dass die Schlussrampe hoch zur Waldschenke das eigentliche "pièce de résistance" ist. Das sind zwar nur etwa 150 Meter Wegstrecke, doch da geht der Schotterweg maximal steil berghoch. Mein GPS registrierte einen Spitzenwert von 22 Steigungsprozent 🤯. Aber auch das haben wir fahrend gemeistert und somit war der Wurst-/Käse-Salat, den wir uns an der herrlichen Mittagssonne einverleibten, auch redlich verdient. 😅 😋
Danach folgten ein paar schöne Trail-Kilometer auf dem Hügelrücken bis oberhalb Regensdorf. Man merkt und sieht hier ganz klar, dass wir uns der Zürcher Stadtgrenze nähern, denn die Trails sind sehr stark ausgefahren. Hier müssen jeweils wirklich viele Mountainbiker unterwegs sein. Dennoch hat das alles viel Freude und Spass gemacht. Herrlich ist auch, wie im Wald nun überall frisches Grün zu spriessen beginnt und viele kleine Blumen 💮 zu sehen sind. Es ist ein wirklich perfekter Frühlingstag!
Die letzten 20 Kilometer unserer Tour führen vorwiegend auf Schotter- und Asphaltstrassen durch einige Agglomerationsgemeinden und wir entschliessen uns noch einen letzten Halt bei einer Bäckerei einzulegen 🍰 ☕, bevor sich dann unsere Wege trennen. Das war eine richtig schöne Trainingstour, die mir viel Freude bereitet hat. Wieder einmal ist mir klar, wie privilegiert ich bin, dass ich solche Tage erleben darf. Dafür bin ich tief dankbar 🙏.
Für den ganzen Tag sagt das GPS: 80 km, 4:43 Std., 1'290 Hm.
















