(5) les Gorges du Tarn
Auch diesmal kommt nach einem Regennachmittag ein neuer, sonniger Tag auf uns zu. Wieder starten wir schon zeitig auf unsere Tagestour, die heute eigentlich zweigeteilt ist. Die erste Hälfte führt wellig entlang der Tarn und der zweite Teil führt dann steil berhgoch auf eine Hochebene, die wir in südlicher Richtung überqueren und so zu unserem Tagesziel in Meyreuis kommen.
Die Strecke entlang der Tarn war dann schlicht zum niederknien und dem Herrn zu danken! Alles auf schmalen Wanderwegen, geschätzt zu 98 Prozent fahrbar, immer wieder tolle Ausblicke auf die Schluchten der Tarn und kleinste Weiler mit bezaubernd schönen Steinhäusern. Immer wenn man dachte, dass es nicht mehr besser werden konnte, kam das nächste Highlight. Unvergesslich!
Unseren Mittagshalt machten wir in Saint Enimie, einer Tourismushochburg für Cannioning, Riverraftig und Kanufahren. In einem schönen Restaurant genehmigten wir uns «Burger et frites», was uns Kraft für den Nachmittag geben sollte. Und das war auch wirklich nötig.
Wieder führte eine Wanderweg entlang der Tarn-Schlucht bis nach Sait Chély du Tarn, einem pittoresken Dorf an der Tarn. Von da weg ging es dann steil und langanhaltend, auf einem schmalen Schotterweg, über unzählige Serpentinen berghoch. Wir begegneten ein paar wenigen Wanderern, die uns anfeuerten und freundlich einen guten Tag wünschten. So sind Begegnungen der zwei Interessengruppen sehr angenehm.
Wir waren wirklich froh, als wir nach über 500 Höhenmetern endlich wieder einmal auf eine asphaltierte Strasse trafen, die uns über den Kulminationspunkt führte. Nach dem kleinen Bergdorf «Le Bouffre» kamen wir an einer Aussichtsbank vorbei, die uns für einen Bananen- und Guetslihalt motivierte. Danach folgte wieder einsame Berglandschaft, teils bewaldet und teils Heideland mit Sträuchern und Gebüsch. Ein paar Kilometer später, bei «Drigas» trafen wir wieder auf Remy und gemeinsam fuhren wir weiter südwärts. Die Gegend war weit und menschenleer. Das wirkte äusserst beruhigend und friedlich. Keine Strassen, keine Autos, keine Hektik.
Der letzte kurze Anstieg brachte uns nach «Serre de Pauparelle», von wo wir erstmals ins Tal nach Meyrueis blicken konnten. Abendsonne und das Ziel vor Augen, das erzeugt ein gutes Gefühl. Der letzte Downhill war steinig, aber gut fahrbar und so rollten wir kurz nach 17 Uhr in diesem sehr schönen und malerischen Ort ein.
Was soll ich sagen? Wieder ein Traumtag in einer traumhaft schönen Gegend, zu einer wunderbaren Jahreszeit. Im belebten Ortszentrum genehmigten wir uns ein Abendbier an der Sonne und eine leckere Käse- und Fleischplatte. Besser geht es nicht! Das GPS sagt: 59 km, 5:10 Std., 1'500 Hm.
Hier der Link zur der heutigen GPS-Aufzeichnung.
Die Fotos des heutigen Tages beginnen ab Bild 168.






