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Mittwoch, 1. April 2020

vertikutieren

Rasen vertikutieren
Frühlingsarbeiten an der Rasenfläche

Habe heute zufällig in der Zeitung gelesen, dass es diesen Sommer wohl sehr viele schöne Gärten geben wird. Wieso? Weil viele Leute derzeit zuhause sind, nicht arbeiten können und deshalb ihre Freizeit mit Gartenarbeit verbringen. BINGO! Das trifft auch voll auf mich zu.

Vor einem Jahr haben wir einen Teil unserer Rasenfläche in eine Blumenwiese umgestaltet. Im Spätherbst habe ich dann die Blumenwiese gemäht und im November winterfest gemacht. Nun war es an der Zeit, die Fläche auf die nächste Blütezeit vorzubereiten. Dies betrifft jedoch nicht nur die Blumenwiese, sondern auch die umgebende Rasenfläche. Und damit hatte ich bisher noch keine Erfahrung. Das heisst also, unser Rasen hat sich in den letzten 15 Jahren mehr in eine Wiese verwandelt. Der Rasen wurde nie gedüngt und auch nie nachgesäht und somit breiteten sich diverse Unkräuter, Löwenzahn und Moose aus. Es war also höchste Zeit, hier mal etwas zu unternehmen.

Schon am letzten Wochenende habe ich den Igelbau weggeräumt und Karin begann die frisch spriessenden Löwenzahnbüschel auszustechen. Heute war ich nun an der Reihe um die nächsten Schritte anzupacken. Auf dem Programm stand, die ganze Fläche zu vertikutieren. Das habe ich noch nie gemacht, war aber bestimmt die richtige Idee um das Moos und andere Flechten aus dem Rasen zu kriegen.

In unserem Dorf gibt es einen Verleih für Bau- und Gartenmaschinen und da hatte ich mir eine Vertikutiermaschine reserviert. Zuerst also noch die restlichen Löwenzahn ausstechen und den Rasen möglichst tief runterschneiden und dann geht es los. Ich war erstaunt, wie einfach das geht. Die Profimaschine fräst sich fast von alleine durch die Rasenfläche. Die grössere Arbeit war, danach den ganzen Auswurf zusammenzurechen und in Grünguttonnen für die Kompostierung vorbereiten.

Für das Aussähen von frischem Rasen- oder von Blumenwiesensamen ist es derzeit noch zu früh. Die Temperaturen sollten nicht unter 5° Grad über Null fallen, damit die Samen richtig gut keimen können. Bei den aktuellen Frostnächten ist das also keine gute Idee. Was ich aber noch machen kann ist, auf der ganzen Fläche Dünger ausbringen. Das ist eine gute Vorbereitung für die kommende Samenaussaat. So findet der Samen dann perfekte Bedingungen für ein schnelles Wachstum. Ich bin gespannt...

Leider habe ich kein gutes Foto von der fertigen Arbeit gemacht. Ist aber auch kein Problem. Lieber reiche ich dann im Sommer ein schönes Bild von der Blumenwiese Version 2 nach.

Statistiken, Grafiken und Prognosen

Todesursachenstatistik
Quelle: Bundesamt für Statistik – Todesursachenstatistik

Irgendwie passt das Thema dieses Beitrags recht gut zum heutigen Tag. 😏 Leider geht es hier aber nicht um einen April-Scherz.

Ganz generell, aber vor allem in ausserordentlichen Zeiten, versuchen wir Sachverhalte und Dinge mit Zahlen zu unterfüttern und zu verdeutlichen. Daraus basteln wir dann zur besseren Verständlichkeit Grafiken und errechnen Prognosen. Dagegen ist an und für sich nichts einzuwenden, doch eine gewisse Skepsis darf man dabei durchaus an den Tag legen. Nicht umsonst gibt es das Bonmot "glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast." Viel zu oft werden Statistiken und Grafiken nur aus einem einzigen Grund erstellt: Um die vorher schon feststehende Meinung zu untermauern.

Heute bin ich in diesem Artikel über die oben dargestellte Grafik gestolpert. Die finde ich ja mal echt interessant und aussagekräftig. Wenn nämlich bisher von "Corona-Toten" gesprochen wurde blieb völlig offen, ob diese Personen zusätzlich zur normalen Sterblichkeit hinzukommen, oder ob sie ein Teil davon sind. Hier zeigt nun die Grafik recht anschaulich, dass im März die Sterblichkeit (infolge der Corona-Opfer) steil ansteigt und nun den statistisch zu erwartenden Bereich verlässt (und wohl auch noch weiter ansteigt). Die Grafik zeigt aber auch, dass dies zu dieser Jahreszeit nicht wirklich aussergewöhnlich ist. In den dargestellten letzten sechs Jahren war das wegen starken Grippewellen mehrmals der Fall. Soweit zur Ausgangslage. Die Grafik zeigt also: Ab jetzt wird's abnormal und es wird ausserordentlich viel gestorben...

Bei genauerem Betrachten dieser Grafik mache ich folgende Überlegung: O.K. Anscheinend sterben in der Schweiz pro Woche etwa 200 Personen unter 65 Jahren und etwa 1'200 Personen über 65 Jahren. Das ist schon eher grosszügig abgelesen. Gesamthaft sterben also jede Woche 1'400 Personen, das macht bei 52 Wochen 72'800 Sterbefälle pro Jahr. Gemäss Bundesamt für Statistik lebten Ende 2018 etwas mehr als 8,5 Millionen Menschen in der Schweiz (heute wohl eher noch mehr). Wenn man nun diese 8,5 Millionen durch die 72'800 Sterbefälle pro Jahr teilt, erhält man die durchschnittliche Lebenswerwartung in Jahren. Denke ich mir... oder sehe ich das falsch? Ich finde das eigentlich logisch... Und? Hat schon wer gerechnet?

8'500'000 Menschen : 72'800 Sterbende pro Jahr =  Durchschnittliche Lebenserwartung = 116,7 Jahre... Boah...Wir kommen ins Guinessbuch der Rekorde. Als die Nation mit der höchsten Lebenserwartung.👍 Wurde überhaupt schon jemals ein Mensch so alt? Fragen über Fragen...

Aktuell liegt die Lebenserwartung in der Schweiz bei etwas über 80 Jahren (meines Wissens). Demzufolge müssten bei 8,5 Millionen Einwohnern etwa 2'040 Personen pro Woche sterben. Das ist ein ganz erheblicher Unterschied zu den oben dargestellten 1'400. Irgendetwas stimmt da nicht... 🤔

Unter der Grafik steht: Quelle: Bundesamt für Statistik. Muss also stimmen... 🙄 Vermutlich liegt der Fehler bei mir. Bestimmt habe ich irgendetwas falsch verstanden oder falsch überlegt... (oder diese Grafik hat doch etwas mit dem 1. April zu tun).

Wobei, wenn man sich die Todesfall-Statistiken den Bundes ansieht, wird es noch dubioser. Dort wird ausgewiesen, dass 2019 (nur) 67'307 Menschen gestorben sind. Das muss ein aussergewöhliches Jahr gewesen sein, denn sonst läge die durchschnittliche Lebenserwartung der 8,5 Mio. Einwohner ja bei 126,7 Jahren... ich gebe es auf... ich verstehe es einfach nicht.

Nachtrag am 02.04.2020

Die Sache hat mir keine Ruhe gelassen und durch etwas Nachdenken habe ich dann meinen Fehler erkannt. Wenn ich rückwärts rechne ergibt sich folgendes Bild: 67'307 Todesfälle x 80 Jahre = 5'384'560 Einwohner. Wenn ich nun die Bevölkerungsstatistik des Bundes ansehe stelle ich fest, dass diese Zahl ziemlich genau auf das Jahr 1960 zutrifft. Im Jahr 1950 lebten 4'717'000 Menschen in der Schweiz und 1940 (2020 - 80 = 1940) waren es bestimmt noch weniger. Also: Asche auf mein Haupt! Ich habe mich gestern da gedanklich verrannt. Die obenstehende Grafik und auch die übrigen Zahlen des Bundes sind völlig korrekt.

Die Angabe der durchschnittlichen Lebenserwartung bezieht sich immer auf das Geburtsjahr. Wer also heute, 2020, geboren wird, kann davon ausgehen, dass er etwa 81 und sie etwa 85 Jahre leben wird. Wer aber 1950 geboren wurde, der konnte davon ausgehen, dass er 66 und sie 71 Jahre leben wird. Gefahrenreduktion durch weniger körperliche Arbeit, Sicherheitsvorschriften, Ernährung und vor allem bessere medizinische Möglichkeiten, sind für die ansteigende Lebenserwartung hauptverantwortlich.

Es ist also ein Irrtum, wenn ich annehme, dass meine "durchschnittliche" Lebenserwartung bei 80 Jahren liegt. In meinem Geburtsjahr, 1963, lag diese nämlich für Männer bei etwa 70 Jahren. Als statistischer Durchschnittsbürger stehen mir aktuell also nur noch etwa 13 Jahre zur Verfügung... carpe diem...

Dienstag, 31. März 2020

historischer Monat

Der März 2020 wird in die Geschichtsbücher eingehen. Erstmals seit dem zweiten Weltkrieg wurde in der Schweiz das Notrecht ausgerufen und der Bundesrat hat am Freitag, den 13. März, (Ironie des Schicksals), ausserordentliche Massnahmen beschlossen und in Kraft gesetzt. Seitdem befindet sich das Land in einer Art Schockstarre... Auslöser dafür war keine militärische Aggression, sondern die Absicht, eine unkontrollierte Ausbreitung des Corana-Virus, genannt Covid-19, zu verhindern. Seither sind die meisten, nicht zum Überleben notwendigen Geschäfte geschlossen. Alle Schulen und Universitäten wurden genauso geschlossen wie Geschäfte mit Körperkontakt oder körperlicher Nähe, wie Coiffeur, Physiotherapie, Kosmetikstudios, und, und, und... Menschenansammlungen und Grossveranstaltungen wurden verboten oder zumindest auf unbekannte Zeit verschoben.

Natürlich ist die Lage nicht nur in der Schweiz ausserordentlich. Ausgehend von Asien (China) verbreitete sich das Virus ziemlich schnell um den ganzen Globus. Aktuell ist Europa und Amerika sehr stark betroffen. Jeden Tag werden neue, immer höher werdende, Fallzahlen und Todesfälle gemeldet. Spitäler und Notfallstationen sind zunehmend überlastet. Es gibt (zumindest aktuell) kein wirksames Medikament und auch keinen Impfstoff. Ist der eigene Körper oder dessen Immunsystem zu schwach, stirbt die infizierte Person an einem Lungenleiden. Seit diesem 13.03.2020, ist der Corona-Virus das absolut beherrschende Thema. Es werden weltweit Hundertausende, wenn nicht gar Millionen von Todesopfern erwartet...

Das Unheimliche an der ganzen Sache ist, dass dieses Virus unsichtbar, geruch- und geschmacklos und auch sonst nicht wahrnehmbar ist. Wie eine biologische Waffe - ein unsichtbarer Gegner. Es befällt (anscheinend) nahezu alle, wobei viele Gesunde und Junge gar nichts davon mitkriegen oder kaum Krankheitssymptome zeigen (ähnlich einer Grippe). Richtig gefährlich wird es vor allem für ältere Menschen, über 70 Jahre, die sonst schon irgendwie gesundheitlich vorbelastet sind. Da die Übertragung von Mensch zu Mensch, vorwiegend über die Atemorgane, geschieht, ist "Abstand halten" oder "Social Distancing" die Grundregel Nummer Eins. Regelmässiges und gründliches Händewaschen ist genauso hilfreich, wie sich nicht dauernd ins Gesicht zu fassen oder sich nicht mehr per Handschlag oder Wangenküsschen zu begrüssen. Das bedeutet also: Es geht jeden etwas an und jeder trägt eine gewisse Verantwortung, um die Weiterverbreitung zumindest etwas zu verzögern.

Das alles ist sehr tragisch und es ist ziemlich schwierig, mit dieser Situation umzugehen. Plötzlich soll man seine Eltern oder Grosseltern meiden. Besuche im Altersheim oder im Spital sind verboten. Infizierte, welche in Spitälern sterben, werden kremiert, ohne dass Angehörige sie noch einmal sehen und Abschied nehmen können. All das verursacht sehr viel Schmerz und Leid.

Mich persönlich ängstigt die aktuelle Situation nicht. Aber natürlich bin auch ich betroffen. Mein Rikschageschäft steht still, ich soll Freunde meiden und ganz generell stört es mich, wie hier Freiheitsrechte beschnitten werden. Aber ich akzepiere es, weil es eben eine "ausserordenliche Lage" ist und man somit die eigenen Bedürfnisse und Wünsche hinter das Gemeinwohl stellen muss. Für mich bleibt jedoch unbestritten, dass man nach dieser "ausserordentlichen Lage" schon nocheinmal genau hinschauen soll um zu klären, welche Massnahmen nun wirklich legal angeordnet wurden und welche nicht. Ich hoffe auch, dass man aus dieser Situation lernt und sich dadurch auf (ganz sicher) kommende, ähnliche Szenarien vorbereitet.

Aus meiner Sicht ist die Ursache nämlich ziemlich klar. Langsam aber sicher leben zuviele Menschen auf diesem Planeten. Es dürfte kein Zufall sein, dass solche Viren meist aus überbevölkerten Gegenden stammen, wo Hygiene nur minimal wahrgenommen werden kann. Hinzu kommt die extreme Mobilität der Gesellschaft. Durch den Umstand, dass zu "normalen Zeiten" abertausende von Menschen dauernd um den Globus reisen, verbreiten sich Viren und andere Krankheiten rasend schnell. Beide Themen "Überbevölkerung" und "Mobilität" sind jedoch heilige Kühe. Wer in den letzten 20 bis 30 Jahren etwas Kritisches in diese Richtung gesagt oder geschrieben hatte, wurde gleich in die Ecke der Menschenverachter, Wirtschaftskritiker und Verschwörungstheoretiker gestellt. Jetzt erleben wir, dass Wachstum wirklich an Grenzen stösst...

Montag, 30. März 2020

Kaltstart in die Sommerzeit

kalt, aber immerhin recht sonnig
kalt, aber immerhin recht sonnig

In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben wir von Winter- auf Sommerzeit umgestellt. Als ich heute Morgen, kurz nach fünf Uhr das Fahrrad aus dem Schuppen nahm und mich auf den Arbeitsweg machte, hat es leicht geschneit. Wobei, Schneeregen wäre wohl die treffendere Beschreibung. Mein Weg führt über einen kleinen Hügel und nur am obersten Punkt, etwa 530m.ü.M. blieb der Schnee auf der Wiese liegen. Darunter schmolz er gleich wieder weg. Sieht so aus, als lässt der Sommer noch etwas auf sich warten. 🤨

Für mich war das der allererste Schnee, den ich in diesem Winter zu sehen bekam. Es hat hier zwar schoneinmal einen oder zwei Tage geschneit, doch da war ich gerade in Sizilien und genoss herrlichen Sonnenschein. Irgendwie ist dieser Winter schon komisch gewesen. An überhaupt keinen Schnee kann ich mich schlicht nicht erinnern. Wenig Schnee schon. Aber gar kein Schnee... Nein, daran kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern. Statt Schneefall erlebten wir dafür mehrere Winterstürme mit heftigem Wind und Regen (siehe Bild des letzten Beitrags). Ja, es scheint schon so, dass sich das Klima ändert.

Wie man der obigen Wetterprognose entnehmen kann, werden wir die nächsten paar Nächte die empfindlichen Frühlingsblumen ins Haus nehmen müssen, damit sie nicht dem Frost zum Opfer fallen. Wobei: Grundsätzlich ist kalt und Schnee Ende März, Anfang April, nicht ungewöhnlich. das gibt es immer wieder mal. Ich will deshalb jetzt auch nicht über's Wetter jammern. Es sei nur festgehalten.

Noch so ein Corona-Aufreger. Heute steht in der Zeitung: Das schöne Wetter am Samstag lockte die Schweizerinnen und Schweizer wieder vor die Tür. Das belegen neue Daten aus einem Echtzeit-Handytracking. Aha. Soweit überwacht uns also der Statt bereits. Ist das legal? Natürlich wird gesagt/geschrieben, dass diese Daten anonymisiert erhoben werden und sowieso... in Zeiten des Notrechts ist fast alles erlaubt... vermutlich sollte ich auf meiner nächsten Biketour das Smartphone besser zuhause lassen. 🙄

Ach ja, noch so etwas: Auf der Haupt-Webseite des Schweizerischen Fernsehens gibt es so etwas wie einen Live-Ticker des Corona-Schreckens. "Coronavirus-Infektionen in der Schweiz". Die hier gezeigten Grafiken werden mit wenigen Ausnahmen laufend automatisch mit den neuesten Daten aktualisiert. Achtung Zynismus: Toll: Bald kann man auf die nächsten Toten wetten. Die Sportwettbüros haben derzeit bestimmt Kapazität... *kopfschüttel* Da frage ich mich: Überlegt sich da eigentlich auch jemand, welche Auswirkungen all diese Meldungen auf ängstliche und depressive Menschen haben können?

Freitag, 27. März 2020

Die Leichtigkeit des Seins

etwas schräg - aber zufrieden
etwas schräg - aber zufrieden

Gestern stolperte ich in der Seitenleiste "Heute... und vor X Jahren" über diesen Blogbeitrag des letzten Jahres. Ich habe ihn erneut gelesen und danach stöberte ich etwas in der Blogkategorie Philosophie herum. Es erscheint mir wichtig, auch in den aktuell komischen "Corona-Virus-Zeiten" Ruhe zu bewahren. Wobei, das schreibe ich jetzt eher in Bezug auf meine Umwelt. Hier, auf dieser Seite der Tastatur, ist gar niemand zuhause... 😊

In den letzten Jahren ist es hier ruhiger geworden, was philosophische und "suchende" Blogartikel anbelangt. (M)ein AHA-Erlebnis stellte sich vor über drei Jahren ein und noch heute denke ich, dass dies einer meiner "wichtigsten" Blogeinträge ist. Damals hat es Klick gemacht und der Schuh hat einfach gepasst! Seither laufe ich weiter und diese Akzeptanz-Schuhe werden immer bequemer. Sie fühlen sich ganz natürlich an und meist merke ich gar nicht, dass ich sie trage... 🙇‍♂️ 🙏

Ganz vereinfacht gesagt, habe ich jeden Glauben und jede Hoffnung verloren und dadurch lebt es sich bedeutend leichter. Das ist überhaupt nicht negativ, man projeziert einfach nicht mehr irgendwelche Gedanken in eine Zukunft (die man sowieso nicht beeinflussen kann). Man akzeptiert/erkennt, dass ALLES -genau so wie es ist- richtig ist!

Aus aktuellem Anlass deshalb die Aussage: "Das Corona-Virus ist." Punkt! Nicht gut/schlecht, positiv/negativ, gefährlich/gehypt, harmlos/Pandemie/Epidemie, you name it... Egal, welche Attribute wir anhängen, es ändert nichts an der Tatsache, dass es IST. Darüber kann man nicht diskutieren. Diskutieren kann man jedoch vortrefflich über alles, was dazu geschrieben, erlassen und gesetzlich bestimmt wird. Das sind nämlich alles nur Meinungen, Geschichten rund um die Tatsache, dass es IST. Und genau da liegt der Hund begraben. Derzeit wird uns vorgegeben, welche Meinung wir zu diesem Thema haben sollen. Kritsche Gegenstimmen werden "politisch korrekt" nicht geduldet, untergraben die Solidarität und fallen gleich unter den Verdacht von "Fake-News". Deshalb sage ich: "Ich habe keine Meinung zum Corona-Virus an sich, aber sehr wohl eine Meinung zu all den politischen Entscheidungen, die in diesem Zusammenhang gefällt werden."

Wobei... 😁 Hier ist gar niemand zuhause. "Ich", "Beat", ist eine Fiktion, eine imaginäre Person, die es nur in dieser Traumwelt gibt. Auf physischer Ebene ist das einfach ein menschlicher Körper, einer von knapp 8 Milliarden aktuell lebender, menschlicher Körper. Daneben gibt es aber noch ungezählte Trillionen von Tieren, Pflanzen und was-weiss-ich auf dieser Erde. Hinzukommen ungezählte Sterne, Planeten, Sonnensysteme... das alles bin ICH... ungeboren, unsterblich, vor Raum und Zeit, unvorstellbar und unbeschreiblich... 🌈 Wenn dieser Beat-Körper stirbt, geht nichts verloren. Energie kann nur umgewandelt, nicht jedoch aufgebraucht werden. Wovor soll ich mich also fürchten, woran soll ich glauben und was soll ich hoffen? Das ist alles nur ein Gedankenspiel...

Ja. Natürlich erkenne ich Beat-spezifische Muster, Neigungen, Vorlieben, Schwächen und Stärken. Alles was man allgemein als Charakter oder Persönlichkeit bezeichnet. Dieses Körper-/Geist-Gebilde, diese "Action-Figur", ist nun mal ein Teil dieses Traums. Aber sie ist weder der Träumer, noch der Geträumte... Leben ist Bewegung, Veränderung, Wandel, eine Tätigkeit, kein Substantiv!

Wenn einem dieser Gedanken-Schuh passt und man ihn zu tragen beginnt, verliert sehr vieles an Bedeutung und Wichtigkeit (im positiven Sinne). Man merkt immer mehr, was man nicht ist. Denn ein gesundes Auge sieht nie sich selbst sondern immer nur, was anders ist als es selbst. Daran scheitert jede Spiritualität, jede Esoterik, jedes Glaubenssystem und jede Religion. Da wird versucht ein persönliches ich (welches noch nie irgendjemand gefunden hat) in ein überpersönliches, göttliches ich zu transformieren. Ich, also Beat, das Körper-/Geist-Kostrukt, werde nie Erwachen, Erleuchtung finden, mich über dieses menschliche Dasein/Bewusstsein erheben können. Das ist unmöglich! Denn: Dieses "ich" gibt es nicht. Es ist nur eine Fiktion, ein Gedanke. Etwas, das immer zu spät kommt (siehe den verlinkten Beitrag oben). Wie sollte also etwas, was nur fiktiv existiert, jemals an ein Ziel kommen?

Und so werfe ich nun dauernd Ballast ab, materiell und geistig und lebe die "Leichtigkeit des Seins". ALLES ist genau richtig, so wie es ist. Es gibt nichts zu bemängeln. Es kann gar nicht andres sein, sonst wäre es anders. Deshalb jammere ich nicht darüber, dass mich diese "Corona-Pandemie" arbeitslos macht und ich beinahe kein Einkommen mehr generieren kann. Ich fürchte mich auch nicht vor einer Ansteckung und ich entziehe mich dieser ganzen Hysterie. Auch weil ich erkenne: Das bin ich nicht. Es ist eine Erscheinung, die kommt und wieder geht...

Das heisst aber nicht, dass ich leichtfertig handle und mich absichtlich in Gefahr bringe. Und: das würde ich auch niemandem raten. Positiv bleiben und die Sache aussitzen... In diesem Sinne: Bleibt gesund!

Montag, 23. März 2020

zuhause spielen

stille Zuschauerin
stille Zuschauerin

Wenn man schon zuhause bleiben soll, kann man ruhig auch wieder einmal etwas mit den Katzen spielen. Die Eine spielt mit dem Verpackungsmaterial und die Andere schaut gelassen zu.... 😸

Sonntag, 22. März 2020

ruhiger Sonntag

wohin geht es?
wohin geht es?

Der Wetterberich hatte recht. Morgens noch stark bewölkt, dann sollte es langsam besser werden, bis sich am späten Nachmittag dann die Sonne durchsetzt. Maximal 8° Grad. Mit teils kräftigem Nord-Ost-Wind (Bise) fühle sich das jedoch wie etwa 2° oder 3° Grad an. Für mich bedeutete dies, dass ich nicht mehr, wie am Mittwoch, in kurzen Hosen und Kurzarmshirt aufs Bike steigen konnte, sondern dass ich wieder Windstopper-Hose und -Jacke, sowie Mütze und Langfingerhandschuhe anziehen musste. Trotzdem wollte ich nach draussen, etwas an die frische Luft... ⛅

Kurz nach Mittag war es wirklich noch ziemlich grau und wolkenverhangen (siehe Bild), doch es besserte sich zusehens. Meine Strecke führte vorwiegend über Hügelzüge in der nahen Umgebung, so dass ich manch schönen Ausblick geniessen konnte. Ich hatte es nicht eilig. Für mich sind solche Sonntagsfahrten weniger sportliche Aktivität sondern mehr geistige Erfrischung. Andere gehen spazieren... Der Tacho sagt: 37 km, 2:05 Std., 490 Hm.

Samstag, 21. März 2020

Bleiben Sie zuhause!

Katz & Maus bleiben friedlich zuhaus... ;-)
Katz & Maus bleiben friedlich zuhaus... ;-)

Alle Politiker und Medien richten einen dringenden Appell an die Bevölkerung, dass man möglichst nicht das Haus verlässt und soziale Kontakte auf ein absolutes Minimum begrenzt. Man soll seine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber wahrnehmen, ansonsten drohe -als letztes Mittel- eine verordnete Ausgangssperre. Unglaublich... 🙄

heutige Titelseite
heutige Titelseite

Aber ja, wie schon vor ein paar Tagen geschrieben: Sich über solche Dinge aufzuregen bringt nichts. Nun heisst es Augen zu und durch... 😆

Das Wetter war heute auch eher trüb und kühl, passte sehr gut zu der aktuellen Lage, und ich hatte mit diesem Blog noch ein latentes Problem(chen), welches ich nun endlich einmal anpacken konnte. Also mit gutem Gewissen vor dem PC sitzen und Programmier-/Konfigurationsrätsel lösen...

Kurz geschildert war das Problem wie folgt: Wenn man einen einzelen Blogbeitrag anklickte, dauerte es bis zu vier Sekunden, bis er vollständig angezeigt wurde. Die Übersichtsseiten, auf denen gleichzeitig die letzten 10 Beiträge angezeigt werden, wurden regelmässig in unter einer Sekunde dargestellt. Es galt also herauszufinden, woher die Ladeverzögerung bei Einzel-Ansichten kommt.

Wegen dieser "Ladehemmungen" war ich schon seit Wochen mit dem Support des Hostong-Anbieters in Kontakt, doch die konnten mir auch nicht weiterhelfen. Es wurde also langsam klar: "Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner!"

Da ich die hier laufende Live-Installation nicht gefährden wollte, eröffnete ich eine Sub-Domaine und installierte den Blog noch einmal von Grund auf neu. Ich exportierte alle Daten von hier und importierte diese in die Testinstallation. Zwar etwas zeitaufwändig (bei über 2'500 Beiträgen und über 3'000 Bildern) aber soweit noch kein Problem. Nach dem Datenimport eine erste Geschwindigkeitsmessung und siehe da: Noch läuft alles superschnell.

Die Anzeigen in den beiden Seitenleisten werden durch 7 verschieden Plugins erstellt. Zusätzliche Funktionen im Hintergrund werden von ca. 20 verschiedenen, sogenannten Event-Plugins, erledigt. Nun hiess es also: Ein Plugin nach dem anderen zu installieren und dazwischen immer wieder Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen. Nur so komme ich dem Übeltäter auf die Spur... auch wenn es Stunden dauert.

Und wie es dann so ist, ist es nicht das Plugin Nr. 1 von 27, welches der Zeitfresser ist, sondern es ist das Plugin Nr. 23 oder 24... Egal. Lage Rede, kurzer Sinn, ich habe es gefunden und nun hier deaktiviert. Und siehe da: Nun werden auch hier Einzel-Beiträge in unter einer Sekunde aufgebaut. Sehr gut! 👍

Ich verrate jetzt nicht, welche Funktion jetzt nicht mehr zur Verfügung steht. Ich befürchte sogar, dass dies nie ein Leser herausfinden, bemerken oder gar vermissen wird. Nur mir fehlt es schon jetzt. 😥 Natürlich habe ich diesen Fall dem SW-Entwickler gemeldet und wer weiss, vielleicht gibt es in naher Zukunft eine neue Version dieses Plugins, welches dann schneller funktioniert. Wie beim Corona-Virus heisst es auch hier: Abwarten und auf das Beste hoffen! 😏

Freitag, 20. März 2020

nur ein Bild

Heute gibt es keinen Text sondern nur das Bild dieser schönen Osterglocke aus unserem Vorgarten.

Ah ja, fast vergessen, der Abschiedsgruss der letzten Tage: "Bliib gsund!" 🌼

Mittwoch, 18. März 2020

relax and enjoy life

der Frühling kommt!
der Frühling kommt!

Traumhaftes Frühlingswetter und keine Arbeit. So wie mir erging es heute vielen Menschen in der Schweiz. Und das an einem Mittwoch. Besondere Zeiten. Was also tun? Den Tag geniessen, sich in der freien Natur bewegen und etwas Abstand von diesem Corona-Informations-Wahnsinn zu gewinnen, kann wirklich nicht falsch sein. 👍

Ich bin ganz gemütlich meine Mountainbike-Standard-Trainings-Route abgeradelt und habe jeden Moment dabei genossen. Der Frühling wird nun auch hier sichtbar. Zwar ist es im Wald noch vorwiegend braun, doch schon an vielen Stellen dringen kleine Blumen und frisches Grün an die Oberfläche. Die Luft war sauber und frisch, die Vögel zwitscherten und die Bienen summten um blühende Bäume und Sträucher. Alles ist gut. 💗

Auffallend war ganz einfach, dass ungewöhnlich viele Menschen unterwegs waren. Familien picknickten mit ihren Kindern am Rhein (tja, die Schulen sind geschlossen). Andere spazierten ganz einfach (ob mit oder ohne Hund) oder sassen auf Aussichtsbänken und genossen den schönen Tag. Und natürlich sah ich auch ungewöhnlich viele andere Radfahrer. So etwas erlebt man sonst nur an einem sonnigen Sonntag, nach einer längeren Schlechtwetterperiode. Ich nahm dies alles dankbar zur Kenntnis und verknüpfte damit die Hoffnung, dass viele Menschen durch diese "ausserordentliche Lage" etwas Zeit und Luft erhalten um sich auf die -für Sie- wirklich wichtigen Dinge zu besinnen.

Hier noch ein paar schöne Bilder:

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