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Donnerstag, 2. April 2020

TREK 1120 - ein Jahr später

Bikepacking mit TREK 1120
Bikepacking mit TREK 1120

Vor einem Jahr habe ich ein erstes Fazit über das im November 2018 gekaufte Bike geschrieben. Heute hat das Bike etwas mehr als 5'200 Kilometer auf dem Tacho. Es wurde also gut gebraucht und die Wandlung des Bikes innerhalb dieses Jahres hätte ich ganz sicher nicht vorgenommen, wenn es mir nicht wirklich ans Herz gewachsen wäre.

Für diesen Artikel habe ich heute nicht extra ein neues Bild gemacht, sondern zeige das Bike noch einmal in seiner eigentlichen Bestimmung, als Bikepacking-Bike, mit Gepäckträgern. Das Bild entstand Ende Februar, in Caltagirone, Sizilien, bei der Keramiktreppe "Scala Santa Maria del Monte". Das Bike ist gebraucht, dreckig, vollgepackt und in dieser Konstellation macht es unglaublich viel Spass. Es bietet mir den nötigen Komfort für lange Tage im Sattel, für intensives Erleben. Von den erwähnten 5'200 Kilometern war es jedoch nur etwa 1'700 Kilometer auf Bikereisen unterwegs. Den weitaus grösseren Teil wird es hier zuhause, in der direkten Umgebung als "normales" Mountainbike genutzt.

Seit letztem Jahr ist die offensichtlichste Veränderung, dass ich es im Juli 2019 farblich umgestalten liess. Nun bestimmen knallige Farben und nicht mehr ödes Grau das Bild und seither ist es wohl das von mir am meisten fotografierte Bike 😍. Als nächstgrössere Änderung schenkte ich dem Bike (oder mir), zur letzten Weihnachtsfeier, einen neuen Satz Laufräder mit Carbonfelgen und blauen Radnaben und Speichennippeln. Diese Räder sind leicht, stabil und sehr schön anzusehen. Wo immer möglich habe ich blaue Alu- und Titanschrauben eingesetzt und somit wirkt das ganze Bike nun wie aus einem Guss. 💖

Es passt mir sehr gut und ich habe immer wieder viel Freude daran. Ich denke, dieses Fahrrad wird mich noch lange begleiten.

nicht gebrauchte Flugzeuge
nicht gebrauchte Flugzeuge

Heute habe ich mit dem TREK 1120 eine kurze Runde um den Flughafen gemacht. Dabei entstand das nebenstehende Foto, welches einen Teil der derzeit stillgelegten Flugzeuge von SWISS, Edelweiss und Helvetic zeigt. Irgendwie ist das ein bedrückendes Bild. Es erinnert mich an den 2. Oktober 2001, als die damalige Schweizer Airline, SWISSAIR, gegroundet wurde. Ich war zu der Zeit im Informatikbereich der SR-Group (Muttergesellschaft der SWISSAIR) angestellt und erlebte dieses wirtschaftliche Desaster, den Zusammenbruch und den Verkauf an Lufthansa hautnah. Nun stehen die Flugzeuge wieder still. Nicht wegen Fehlentscheidungen des Managements (wie damals), sondern wegen dem Corona-Virus und den damit einhergehenden Reisebeschränkungen. Man fragt sich schon, wie das weitergehen wird...

Samstag, 28. März 2020

Trainingstour

Sturmschäden des letzten Winters
Sturmschäden des letzten Winters

Heute war ich mit zwei Freunden auf eine Trainingstour verabredet. Das Wetter war nocheinmal prächtig und gegen 16° Grad warm. Morgen soll dann der Regen kommen und für Montag ist sogar Schnee bis ins Flachland angesagt...

Über die Trainingsfahrt als solches gibt es nicht viel zu berichten. Wir sind uns bestens bekannte Strecken abgefahren und wie immer in der Gruppe, musste ich etwas schneller fahren und etwas mehr leiden, als wenn ich alleine unterwegs bin.

Erwähnenswert sind vielleicht zwei Dinge. Erstens: Dieses Jahr haben wir noch nie so viele andere Menschen unterwegs angetroffen. Man kriegte das Gefühl, dass alle raus in die Natur wollen. Die Einen um dem Home-Office-Koller und dem "Bleiben Sie zuhause" zu entkommen und die Anderen, weil sie eben auch den Wetterbericht für die kommenden Tage gelesen haben und diesen vorerst letzten sonnigen Tag nutzen wollten. Es war wirklich auffallend und aussergewöhnlich bevölkert...

Zweitens: Derzeit gibt es fast kein anderes Gesprächsthema mehr als das Corona-Virus und alles was damit zusammenhängt. Natürlich ist jeder von uns beruflich wie auch privat in irgend einer Weise betroffen, und natürlich geben auch all die getroffenen politischen Massnahmen zu reden. Trotzdem hat mich das heute etwas genervt. Ich bike und bewege mich auch deshalb gerne in der freien Natur, um mich von den "Alltagsproblemen" etwas abzulenken. Da will ich das unterwegs nicht auch noch durchkauen und mir dadurch den Spass verderben lassen... Na ja, es sind halt ausserordentliche Zeiten... 🙄

Freitag, 27. März 2020

Frühlingsfahrt

Frühlingsboten
Frühlingsboten

Habe heute Nachmittag noch eine Bikerunde gedreht. Wobei... ich war etwa vier Stunden unterwegs und bin davon nur etwas mehr als die Hälfte wirklich gefahren. Ich machte zwei längere Pausen im Sonnenschein und besuchte noch kurz meine Mutter. Es war also mehr aktive Erholung als Training. 😊

Im Gegensatz zu den letzten Tagen war es heute nahezu windstill und mit fast 15° Grad richtig angenehm. Das animierte natürlich dazu, die frühlingshaft erwachende Natur zu geniessen und nicht nur durch sie hindurch zu fahren. Heute sahen das auch ganz viele andere Menschen so, denn für einen Freitagnachmittag war in den Wäldern der Umgebung richtig viel los. Schön war's! Der Tacho sagt: 36 km, 2:06 Std., 510 Hm. A propos GPS: In der Datenauswertung steht unter Anderem: 1 Sprung, 1,42m, 0,32 sec. Airtime. 🤣 Ich lach mich kringelig... 😂

Donnerstag, 26. März 2020

GPS-Testrunde

auf dem Heimweg
auf dem Heimweg

Eigentlich hatte ich mir gestern Abend eine Tour für heute zurechtgelegt und auch schon auf das GARMIN 530 geladen, doch heute Morgen telefonierte ich mit einem ehemaligen Arbeitskollegen und wir vereinbarten ein spontanes Treffen bei ihm zuhause. Um trotzdem das Nachfahren eines vorgeplanten Tracks testen zu können, habe ich mir in Basecamp eine entstprechende Tour zusammengeklickt und dann auf das Gerät geladen.

Ziemlich genau um 12 Uhr bin ich dann losgefahren. Das Wetter war "so-so-la-la". Der Himmel war bedeckt, das Thermometer zeigte 7° Grad und noch immer war da dieser kalte Nord-Ost-Wind. Zum Glück etwas weniger stark als in den letzten Tagen, doch so richtig frühlingshaft und angenehm war es dann doch nicht. Zumindest für eine Biketour war es gut genug und der viele Wind der letzten Tage hat die Böden ganz schön abgetrocknet und Staub war dehalb der einzige Dreck, dem mein Bike ausgesetzt war.

Wie zu erwarten war, habe ich ein paar Mal angehalten um die Darstellung des GPS anzupassen. Das Nachfahren von vorgeplanten Strecken funktioniert für mich nun wie gewohnt. Streckenabweichungen werden spätestens nach etwa 100 Meter per Piepston und Texthinweis gemeldet und deshalb ist es auch nicht nötig, dauernd auf das kleine Display zu schauen. Neu für mich ist, dass bei einer Streckenabweichung ein automatisches Routing einsetzt und man mit grafischen Pfeilen und Textmitteilungen auf den Track zurück navigiert wird. Eigentlich eine schöne Sache. Etwas doof dabei ist, dass das Gerät immer zu dem Punkt zurücknavigieren will, wo man den Track verlassen hat. Es beginnt also immer mit "Bitte wenden!" Wenn man auf dem Display erkennt, dass man kurze Zeit später auch so wieder auf den Track findet und einfach weiter fährt, errechnet die Navigationssoftware immer wieder neue Möglichkeiten, obwohl es das gar nicht braucht. Diese Meldungen hören erst dann auf, wenn man wieder auf dem vorgeplanten Track ist und dann erscheint: "Strecke gefunden". Na ja... kein Problem, sondern ein neues Feature. 🤨

Neu ist auch das ganze Neigungs-/Steigungsgedöns. Zu Beginn einer Steigung wird einem eine Grafik des Anstiegs eingeblendet, die in unterschiedlichen Farben anzeigt, wie steil es ist/wird und wo man sich gerade befindet. Das soll helfen, seine Kräfte entsprechend einzuteilen. Am höchsten Punkt erscheint dann eine Textmeldung: "Kulminationspunkt erreicht". Als ich das zum ersten Mal sah, musste ich lachen. Es war ja klar, denn da wo ich gerade war, von da geht es nur noch bergrunter. Dass nun der Kulminationspunkt erreicht ist, habe ich auch ohne diese Meldung gesehen. Das macht vielleicht Sinn, wenn man wirklich in den Bergen ist und der höchste Punkt der Streckenführung nicht zwangsläufig auch der visuell höchste Punkt ist. Zu Trainigszwecken oder im Wettbewerb mag das auch noch nützlich sein, für mich als Genussbiker sind das aber völlig unnütze Informationen. Deshalb habe ich beim nächsten Halt dass all das Zeugs auch ausgeschaltet. Ganz generell war ich heute eigentlich damit beschäftigt, für mich nicht relevante Anzeigen zu entfernen.

duftender, frischer Bärlauch spriesst in rauen Mengen
duftender, frischer Bärlauch spriesst in rauen Mengen

Grundsätzlich habe ich mich mit der Tastenbedienung angefreundet und vermisse den Touchscreen eigentlich nur beim hinein- und herauszoomen in der Kartenansicht. Mit dem Touchscreen tippt man das Display kurz an und schon werden einem Plus- und Minussymbole angezeigt, die man mit einem kurzen Tippen bedient. Nun drücke ich zuerst oben rechts um ins Menü zu gelangen. Zuoberst ist dann gleich der Punkt "Kartanansicht-Zoom", den ich mit einem weiteren Druck auf die selbe Taste bestätige. Im nächsten Menü erscheint zu oberst der Punkt "Auto-Zoom" und erst an zweiter Stelle "manueller Zoomfaktor". Ich muss also mit einem Druck auf die Taste links/unten einen Menüpunkt nach unten scrollen und mit der Taste rechts/oben bestätigen. Dann werden Plus-Minussymbole eingeblendet, die mit den Tasten auf der linken Geräteseite gesteuert werden. Wenn man die gewünschte Zoomstufe erreicht hat, bestätigt man rechts/oben und verlässt das Menü mit zwei Klicks rechts/unten. Wenn wir nun also annehmen, dass ich zwei Zoomstufen näher heran will, dann tippte ich früher 3x auf den Touchscreen. Nun muss ich insgesamt 9x eine Taste drücken. Das in der richtigen Reihenfolge und an 4 verschiedenen Tasten. Man kann sich gut vorstellen, dass es während der Fahrt im Gelände, so auf die Schnelle, keine gute Idee ist, eine Hand vom Lenker zu nehmen und 9 Tastendrücke vorzunehmen. Dabei muss man ja auch noch aufs Display schauen. Diese Situation kann also schnell gefährlich werden. Ich werde mich mit der "Auto-Zoom"-Funktion noch etwas beschäftigen müssen um genau herauszufinden, wie das funktioniert und ob man das vorkonfigurieren kann.

Natürlich ist auch das Blättern durch die verschiedenen Anzeigen mit der Wischbewegung auf dem Touchscreen einfacher. Doch dazu braucht es jetzt auch nur einen Tastendruck. Zudem blättere ich während der Fahrt recht selten durch die verschiedenen Datenseiten und wenn, dann nur auf einem ruhigen Strassenabschnitt, wo nur wenig Konzentration nötig ist. Der Tacho sagt: 37 km, 2:34 Std., 730 Hm.

Abschliessend noch eine persönliche Betrachtung. Die ganze Entwicklung begann ja mit mechanischen Tachometern. Die ersten konnten nur die gefahrene Distanz errechnen (Anzahl Radumdrehungen x voreingestellter Radumfang). Dann konnten sie zusätzlich analog die aktuelle Geschwindigkeit anzeigen und das war lange Zeit das Mass aller Dinge. Wie schnell fahre ich a) aktuell und b) im Durchschnitt. Mit diesen Grössen bin ich aufgewachsen und diese zwei "Datenfelder" habe ich bis anhin auch bei vollelektronsichen Tachos oder eben GPS-Geräten an prominenter Stelle, meist auf dem Hauptbildschirm dargestellt. Nun bin ich älter (oder gar alt) geworden und stelle fest, dass mich das kaum mehr interessiert. Berghoch fahre ich entsprechend meiner Tagesform und Leistungsbereitschaft und bergrunter so schnell, wie ich mich noch sicher fühle. Was interessieren mich da effektive Zahlen? Natürlich finde ich nach der Tour die Durchschnittsgeschwindigkeit oder die Höchstgeschwindigkeit interessant. Aber während der Fahrt??? Nö. Unbedeutend! Heute blende ich mir dafür die aktuelle Uhrzeit ein, die mich früher nicht die Bohne interessierte. Heute will ich rasch abschätzen können, wie lange ich noch fahren kann und ob ich noch eine Zusatzschleife einbauen kann oder nicht. So verändert man sich... und ich schätze diese modernen Bordcomputer sehr dafür, dass man die Anzeigen genau auf die eigenen Bedürfnisse anpassen kann. 👍

Ah ja, noch was: Die Original-GARMIN-Karten sind nicht wirklich schlecht, doch ich werde wohl wieder die OSM-Karten von openMTBmap installieren. Die sind für meine Zwecke einfach besser und sind auch grafisch schöner gemacht. Leider ist das immer ein ziemliches Geknorze, denn GARMIN will nicht unbedingt Open Source Karten auf ihren Geräten und deshalb ist die Konfiguration und Installation auf die Geräte nicht ganz trivial. Dafür werde ich wohl noch etwas Zeit investieren müssen. Na ja, der nächste Regentag wird wohl schneller kommen als das Ende des Corona-Virus-Shut-Downs. Da sollte ich also schon Zeit finden um mich diesem Thema noch anzunehmen.

Mittwoch, 25. März 2020

Garmin 530

ideal im Blickfeld
ideal im Blickfeld

Lange hat es gedauert, doch heute ist endlich mein neues Fahrrad-GPS angekommen. Von Bestellung bis Erhalt sind genau drei Wochen verstrichen. Doch in der Zwischenzeit gab es auch wichtigere Dinge im Leben...

unboxing
unboxing

Meist mache ich mich lustig über sogenannte Unboxing-Videos, in denen die neusten elektronischen Gadgets in allen Details ausgepackt werden. Doch weil das derzeit anscheinend so angesagt ist, habe ich auch zwei Fotos von der Verpackung gemacht. Diese Unboxing-Gedanken haben mich echt dazu verleitet, die Verpackung ganz genau anzusehen und schon dabei stellte ich fest, dass dieses kleine Ding auch wieder viel mehr kann, als ich je gebrauchen werde. Heute muss ja alles vernetzt und über mobile Apps gesteuert und verknüpft sein. Selbst die aktuelle VW-Golf-Werbung spricht nicht über die Fahreigenschaften des neuen Autos sondern darüber, wie "intelligent und vernetzt" es ist... 🙄. Im Falle meines neuen Garmin-Geräts sind Apps von Strava, Taining-Peaks, Best Bike Split und Trailworks bereits vorinstalliert. Deshalb ist es nicht einfach nur ein Fahrrad-GPS sondern ein Performance GPS Cycling Computer with Mapping...

Das beste ist jedoch, dass es speziell für mich gemacht wurde, denn auf der Verpackung steht auch FIRSTBEAT 😎! Wow, was ist denn das? Ich alter Sack musste erstmal googeln um zu merken, dass man damit nicht Musik hören kann, sondern man kriegt dadurch "Fortschrittliche Leistungsanalysen zu Stress, Erholung und Training." ... was es nicht alles gibt... Tja, nur die Stärksten werden überleben und deshalb muss man stets performen und die Leistung steigern. Keinesfalls darf man sich dabei auf sein Körpergefühl verlassen, sondern man braucht umfassende Auswertungen, Grafiken und Diagramme, Vergleichswerte von tausenden anderen Sportlern und was weiss der Geier noch alles. Nur ja nicht stehen bleiben. Immer weiter, immer höher, immer schneller, immer besser. Ein ideales Gerät also für den sich selbst optimierenden Narzisten...

speziell für BEAT
speziell für BEAT

Na ja... man muss ja nicht, wenn man nicht will (Loser-Statement). Ich will damit einfach nur meine gefahrenen Strecken aufzeichnen und natürlich geplante Strecken abfahren. Mehr will ich gar nicht! Aber gehen wir nun endlich einen Schritt weiter: Das Gerät ist ausgepackt und mit USB an den Computer angeschlossen. Bei der Einrichtung stelle ich fest, dass ich zur Datenübertragung gar keine Kabelverbindung benötige. Das Teil kann auch WIFI und ein paar Klicks später übermittelt es die Daten per Wireless-LAN. Nicht nur auf meinen Computer, sondern auch gleich an die Garmin-Connect-Seite. Ganz automatisch. Sobald das Heimnetzwerk erkannt wird, synchronisiert sich das Gerät automatisch. Hmmm. Das will ich eigentlich nicht, weshalb ich WIFI auch gleich wieder deaktiviere.

Natürlich muss man die Firmware des Geräts und die vorinstallierten Karten zuerst einmal updaten/aktualisieren. Das dauert nur etwa 30 Minuten. Mein Vorgänger-GPS brauchte für einen Kartenupdate gerne mal eine Stunde und mehr. Das geht nun deutlich schneller. Dann habe ich auch herausgefunden, wie ich die oben beschriebenen Apps deinstallieren kann. Schwupps - hast la vista, Baby! Nun endlich geht es an die Einrichtung. Ich erstelle dazu vier Profile: Mountainbike (für meine normalen MTB-Fahrten), MTB-Track (für das Nachfahren vorgeplanter Routen), Arbeitsweg (selbstredend) und Strassen-Tour (für meine Ausflüge mit dem KISH). Der Vorteil verschiedener Profile ist, dass man sich dadurch ganz unterschiedliche Anzeigen vorkonfigurieren kann. Wenn ich z.B. auf dem Weg zur Arbeit bin, dann interessiert mich die aktuelle Uhrzeit sehr, während ich bei einer vorgeplanten Tour gerne mal sehe, wie weit bis zum Ziel es noch ist und wieviele Höhenmeter mich bis dahin noch erwarten. Ja, da kann dann schon eine oder zwei Stunden ins Land ziehen, bis man alles (gefunden und) eingerichtet hat. Bei der Fülle von möglichen Anzeigewerten stolpere ich auch über ganz lustige Dinge wie "Airtime", wo gemessen wird, wie lange und wie weit man springt. Das ist nur eines von etwa 20 sogenannt Bike-spezifischen Werten. Aus meiner Sicht alles Dinge, die die Welt nicht braucht. Aber es darf ja auch nur zur Unterhaltung sein...

3x links, 2x unten, 2x rechts
3x links, 2x unten, 2x rechts

Zum Schluss noch ein paar Worte zur Haptik und manuellen Bedienung des Geräts. Im Vergleich zum teureren 830-Modell hat das 530 keinen Touchscreen (was mein altes 1000 hatte). Aus lauter Gewohnheit tippte ich verschiedentlich auf dem Display herum bis ich merkte, dass ich Tasten drücken muss. Es gibt insgesamt 7 Tasten rund um das Gerät. Zu Beginn ist das etwas verwirrend, doch wenn man es schafft, vier Profile einzurichten, so hat man ziemlich rasch begriffen, was welche Taste macht. Die Menüführung ist GARMIN-gewohnt unübersichtlich und endlos verschachtelt. Zum Glück kannte ich das bereits, sonst wäre ich wohl verzweifelt. Man versteht sehr schnell, weshalb das immer wieder bemängelt wird. Das ist der reinste Irrgarten! Zumal in den letzten Jahren immer nochmehr Funktionen und Daten hinzugekommen sind. Ein echter Wahnsinn! Als Neukunde muss man echt Durchhaltewillen und Nerven aus Stahl haben, sonst schmeisst man das Teil bald in die nächste Ecke. Da versteht man, dass andere auf die Konfiguration per Mobile-App setzen, denn das bietet dann schon mehr Übersicht und auf dem Handy rumspielen machen ja alle gerne...

Für mich persönlich ist ein weiterer Vorteil des "wieder ein GARMIN", dass die Halterungen an meinen Bikes bereits vorhanden sind und die Befestigungsmechanik identisch geblieben ist. Am Lenker sieht das Gerät echt schick aus und schwarzes GPS an schwarzem Lenker und Vorbau passt natürlich super! Das Display ist schon etwas kleiner (2,6"), als ich mir das vom 1000er (3,0") gewohnt war, doch es lässt sich einwandfrei ablesen. Das passt schon. Wenn ich daran denke, dass ich für das aktuelle 530er Gerät 280 Franken bezahlt habe und für das 1000er vor ein paar Jahren ziemlich genau das Doppelte, so will ich überhaupt nicht jammern. Die Auflösung und der Kontrast ist sehr gut, die Software spürbar schneller und wie oben geschrieben, gibt es nocheinmal deutlich mehr Funktionen. Ah, fast vergessen: Das 530er kann z.B. einen elektronischen Kompass anzeigen. Das finde ich sehr schick. Und die längere Akkulaufzeit kann ich -vor allem in den Bikeferien- gut gebrauchen.

Als Letztes habe ich mir eine Tour auf das Gerät geladen und morgen möchte ich die ganze Theorie in einen Praxistest überführen. Ich bin gespannt, ob sich mein eingerichtetes Profil bewährt und wie oft ich anhalten werde um Einstellungen anzupassen. So versuche ich der Corona-Rikscha-Arbeitslosigkeit etwas Positives abzuringen...

Sonntag, 22. März 2020

ruhiger Sonntag

wohin geht es?
wohin geht es?

Der Wetterberich hatte recht. Morgens noch stark bewölkt, dann sollte es langsam besser werden, bis sich am späten Nachmittag dann die Sonne durchsetzt. Maximal 8° Grad. Mit teils kräftigem Nord-Ost-Wind (Bise) fühle sich das jedoch wie etwa 2° oder 3° Grad an. Für mich bedeutete dies, dass ich nicht mehr, wie am Mittwoch, in kurzen Hosen und Kurzarmshirt aufs Bike steigen konnte, sondern dass ich wieder Windstopper-Hose und -Jacke, sowie Mütze und Langfingerhandschuhe anziehen musste. Trotzdem wollte ich nach draussen, etwas an die frische Luft... ⛅

Kurz nach Mittag war es wirklich noch ziemlich grau und wolkenverhangen (siehe Bild), doch es besserte sich zusehens. Meine Strecke führte vorwiegend über Hügelzüge in der nahen Umgebung, so dass ich manch schönen Ausblick geniessen konnte. Ich hatte es nicht eilig. Für mich sind solche Sonntagsfahrten weniger sportliche Aktivität sondern mehr geistige Erfrischung. Andere gehen spazieren... Der Tacho sagt: 37 km, 2:05 Std., 490 Hm.

Mittwoch, 18. März 2020

relax and enjoy life

der Frühling kommt!
der Frühling kommt!

Traumhaftes Frühlingswetter und keine Arbeit. So wie mir erging es heute vielen Menschen in der Schweiz. Und das an einem Mittwoch. Besondere Zeiten. Was also tun? Den Tag geniessen, sich in der freien Natur bewegen und etwas Abstand von diesem Corona-Informations-Wahnsinn zu gewinnen, kann wirklich nicht falsch sein. 👍

Ich bin ganz gemütlich meine Mountainbike-Standard-Trainings-Route abgeradelt und habe jeden Moment dabei genossen. Der Frühling wird nun auch hier sichtbar. Zwar ist es im Wald noch vorwiegend braun, doch schon an vielen Stellen dringen kleine Blumen und frisches Grün an die Oberfläche. Die Luft war sauber und frisch, die Vögel zwitscherten und die Bienen summten um blühende Bäume und Sträucher. Alles ist gut. 💗

Auffallend war ganz einfach, dass ungewöhnlich viele Menschen unterwegs waren. Familien picknickten mit ihren Kindern am Rhein (tja, die Schulen sind geschlossen). Andere spazierten ganz einfach (ob mit oder ohne Hund) oder sassen auf Aussichtsbänken und genossen den schönen Tag. Und natürlich sah ich auch ungewöhnlich viele andere Radfahrer. So etwas erlebt man sonst nur an einem sonnigen Sonntag, nach einer längeren Schlechtwetterperiode. Ich nahm dies alles dankbar zur Kenntnis und verknüpfte damit die Hoffnung, dass viele Menschen durch diese "ausserordentliche Lage" etwas Zeit und Luft erhalten um sich auf die -für Sie- wirklich wichtigen Dinge zu besinnen.

Hier noch ein paar schöne Bilder:

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Samstag, 14. März 2020

Trainingstour

TREK Supercaliber 9.9 XTR
TREK Supercaliber 9.9 XTR

Schon um 09:30 Uhr war ich mit Jürg auf eine Bike-Trainingstour verabredet. Er hat sich ein neues Bike gekauft und das wollte er ausgiebig testen. Dazu eignen sich bekannte Strecken, mit vielen Wanderwegen und Singletrails am Besten. Da hat man Anhaltspunkte von früheren Fahrten und weiss in etwa, wie sich ein Bike anfühlen soll.

Das neue Velo ist sehr leicht und eigentlich für Mountainbike-Rennen gedacht. Das heisst, der Lenker ist eher tief, die Sitzposition gestreckt und alles ist auf Tempo ausgelegt. Und weil so ein neues Bike auch psychologisch motiviert, musste ich ziemlich Gas geben, damit mir Jürg nicht immer davon gefahren ist. 🤪

Die äusseren Bedingungen waren ziemlich perfekt. Trocken, sehr griffig, an einigen Stellen noch feucht/nasser Untergrund, doch alle angesteuerten Singletrails liessen sich sehr gut fahren. Dazu ein Sonne/Wolken-Gemisch, bei etwas kühlen 6-10 ° Grad. Unterwegs haben wir uns etwas unterhalten (wenn ich denn Luft kriegte) und ansonsten hatten wir einfach Freude daran, Zeit für eine gemeinsame Ausfahrt gefunden und genutzt zu haben. Mit zwei Pausen unterwegs waren wir fast vier Stunden an der frischen Luft. Der Tacho sagt: 40km., 2:46 Std., 1'160 Hm.

O.K. Ich gebe es zu: Nach der Tour war ich ziemlich geschlaucht. Nach der heissen Dusche habe ich mich deshalb erstmal eine halbe Stunde hingelegt um mich zu erholen. Ja, wenn ich alleine unterwegs bin, fahre ich gemütlicher und pushe deutlich weniger. 😏

Dienstag, 10. März 2020

die TOP 25 Sizilien-Fotos

herrlich biken in Sizilien
herrlich biken in Sizilien

Wie vor ein paar Tagen angesprochen, versuchte ich die Top 25 Bilder der Sizilien-Tour auszuwählen. Das war gar nicht einfach. Im Foto-Verzeichnis auf meinem PC befinden sich über 1'200 Bilder, im Online-Fotoalbum landeten die besten 700 und daraus nun ein Destilat von nur 25 Bildern herauszukristallisieren, war eine echte Herausforderung 🤔. Dabei bin ich ganz egoistisch vorgegangen. Da dies mein Ego-Blog ist, soll ich auf dem Foto zu sehen sein (oder zumindest mein Bike)😉. Auch wenn wir viele ganz tolle Gruppenfotos 👨‍👩‍👦‍👦 gemacht haben, so hat es nur Eines davon in meine Top 25 geschafft. Die Zusammenstellung der Bilder ist also völlig selbstbezogen, subjektiv und auch nicht chronologisch. 😍 (mit klicken/tippen kann man die Bilder in 1024x768px Grösse durchblättern).

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Ein Fazit zu dieser Reise ist schnell geschrieben: ES WAR HAMMER-MÄSSIG! Sizilien ist eine tolle Destination, die sich in diesen zwei Wochen von ihrer allerbesten Seite gezeigt hat. Die Reise war schwerer und anstrengender als im Vorfeld gedacht und nur schon wenig Regen hätte Vieles verändert und Einiges unmöglich gemacht. Im Sommer dürfte es für Radfahren/Biken viel zu heiss sein. Dieses Jahr haben wir mit den zwei letzten Februar-Wochen wohl das ideale Zeitfenster getroffen. 👍 :applaus:

Samstag, 7. März 2020

Bike-Samstag

alles wieder wie gewohnt
alles wieder wie gewohnt

Auf der Sizilienreise hatte ich ein Problem mit einer Dichtung an der Hinterradnabe meines Bikes. Kaum zuhause, bestellte Peter für mich eine neue Dichtung, die im Laufe der Woche bei ihm eingetroffen ist, und heute Morgen kam er bei mir vorbei um die damals zurechtgeschnittene "Mac Gyver-Dichtung" gegen die Neue zu tauschen. (ganz ehrlich... ich habe das irgendwie schon wieder vergessen oder verdrängt).

der Bikedoktor an der Arbeit
der Bikedoktor an der Arbeit

Ich bin ja eher der Grobmotoriker und die Chance, dass ich die Dichtung beim Einbau gleich ruiniere, ist nicht zu unterschätzen. Ich war deshalb sehr dankbar, dass Peter den Austausch übernahm. Mein Part war lediglich, das Hinterrad auszubauen und die Teile die er demontierte zu reinigen. Die neue Dichtung einzusetzen war dann ziemlich knifflig und als auch Peter mehrere Versuche benötigte war ich heilfroh, das nicht selbst versucht zu haben. Denn genau das unterscheidet uns. Ich hätte Kraft angewendet und gewürgt. Peter nimmt die Teile wieder auseinander, schaut genau hin, fragt sich, wie sich der Hersteller/Konstrukteur das wohl gedacht hat und versucht es erneut. Und siehe da... es klappt. Sehr gut und vielen Dank! 👍💯


mein Anteil: Teile putzen
mein Anteil: Teile putzen

Den Nachmittag konnte ich dann für eine Probefahrt und einen Besuch bei meiner Mutter nutzen. Das Bike funktioniert wieder tadellos. Trotz der kühlen 7 oder 8 Grad habe ich die Fahrt um den Flughafen sehr genossen. Auch wenn das Wetter in Sizilien um Welten besser war, so bin ich doch genau hier zuhause, hier sind meine Wurzeln, von dieser Erde bin ich. In anderen Gegenden bin ich nur zu Gast oder bereise sie als Tourist. In kurzen Ferien sieht man dann nur die Oberfläche, muss nicht arbeiten und dauerhaft an diesen Orten leben. So registriert man dann vor allem das Schöne und Angenehme. Bei den anderen Dingen sagt man sich dann: "Das finde ich zwar nicht wirklich gut, doch es geht mich nichts an. Es scheint halt hierhin zu gehören". Es wäre deshalb zu einfach, anzunehmen, dass es woanders besser/schöner/einfacher sein würde. Nein, so denke ich nicht. Ich bin von hier und lebte bisher immer in dieser Region. Hier weiss ich, wie "es" funktioniert und deshalb fühle ich mich hier heimisch und verwurzelt. Und genau deshalb registriere ich kühle Märzausfahrten ohne mich darüber zu ärgern. Es gehört genauso hier hin, wie ich. Alles ist gut.