Rikscha

beats blog

Donnerstag, 19. März 2020

gespenstisch leer

12:20 Uhr in einer leeren Stadt
12:20 Uhr in einer leeren Stadt

Heute waren wir mit zwei Rikschas für eine 30 Minuten Fahrt gebucht. Die Fahrt startete um 11:30 Uhr und es ging dabei quer durch die Innenstadt. Wie zu erwarten, war die Stadt ziemlich leer. Alle Aussentische und Stühle der Restaurants waren weggeräumt, da diese nun ja noch einen Monat geschlossen bleiben. Sehr viele Geschäfte waren geschlossen und an fast jeder Tür sah man einen Corona-Hinweis.

Noch gespenstischer war die Rückfahrt, da es dann ja nach 12 Uhr, also Mittagszeit war. Trotz des schönen Wetters waren kaum Menschen zu sehen. Die üblichen Schlangen vor Take-Aways waren viel kleiner und die Leute hielten sich an "Social Distancing". Vor Apotheken standen Türsteher mit Gesichtsmasken und Latex-Handschuhen, die nur eine Person nach der Anderen eintreten liessen. Die Stadt ist wie leergefegt...

Für die nächsten zwei Wochen gibt es in meinem Kalender keinen einzigen Rikscha-Termin mehr. Alle bisher gebuchten Fahrten wurden abgesagt. Wen wundert's?

Freitag, 6. März 2020

neue Rikschasaison

neue Saison - neues Glück
neue Saison - neues Glück

So rein offiziell startete die neue Rikschasaison am 1. März, respektive am Montag, 2. März. Zu Wochenbeginn war das Wetter wirklich übel. Am Mittwochnachmittag wäre fahren zwar möglich gewesen, doch ich fühlte mich schwach und war zuwenig motiviert. Donnerstag dann wieder Regen. Heute war ich um 11 Uhr für eine Hochzeitsfahrt gebucht und somit gab es keine Ausreden mehr. 😏

Als ich um 10 Uhr mit dem Motorrad in die Stadt fuhr, hat es noch leicht geregnet. Eine halbe Stunde später, als ich mit der Rikscha aus der Garage fuhr, fielen nur noch einige Tropfen und kurz vor elf Uhr war es dann trocken. Dennoch: die lediglich 6° Grad und der böige Wind waren nicht gerade einladend. Es war auch nicht sonderlich dienlich, dass das Brautpaar schon über eine halbe Stunde im Freien bei einem Apéro stand. Zum Glück hatte ich gleich zwei warme Decken dabei, denn die Braut schlotterte beim Einsteigen schon ziemlich.

Ich versuchte mit Konversation die Sache etwas aufzuwärmen, doch der graue Himmel und der straffe Gegenwind liessen nicht so richtig gute Stimmung aufkommen. Das Brautpaar war dann sichtlich froh, als sie eine halbe Stunde später ein geheiztes Restaurant betreten konnten. Was soll ich sagen... Auftrag erfüllt, der Schwiegervater hat grosszügig Trinkgeld gegeben, soweit also alles in Ordnung. Nach dieser Fahrt machte ich eine kurze Kaffeepause und kreuzte noch etwas die Stadt auf. Es bewegen sich nur wenig Leute im Freien. Diese dauernden Corona-Meldungen scheinen den Menschen auf's Gemüth zu schlagen. Mein Lieblingsuhrenhändler wollte mir nicht mal die Hand geben. Irgendwie komisch das Ganze. Als es dann wieder zu tröpfeln begann, packte ich zusammen und machte mich auf den Heimweg.

Im Büro habe ich dann die letzten Bildkommentare im Sizilien-Fotoalbum nachgetragen und dies ist nun soweit fertig. Es hat so viele aussergewöhnlich gute Aufnahmen dabei, dass ich mir echt überlege, ob ich aus den 700 Albumbildern noch die Top-20 (bis 30) Bilder separat zusammenstellen soll. Wäre vielleicht was... nur... all diese Entscheidungen...

Donnerstag, 6. Februar 2020

Rikscha Shuttle-Service

Shuttle-Service
Shuttle-Service

Heute waren wir mit zwei Rikschas für einen Shuttle-Service in Zürich-Oerlikon gebucht. Es fand in der Stage One - Halle die sogenannte Conference Arena statt. Ein Anlass für die MICE-Branche. MICE = Meetings, Incentives, Conventions & Exhibitions. Also alles für Anbieter von Tagungen, Kongresse, Ausstellungen aber auch für Anreiz- und Belohnungsreisen und andere geschäftliche Events.

Wie üblich bestand unsere Aufgabe darin, die Messe-Besucher vom Bahnhof zum Messeeingang und im Laufe des Tages dann wieder zurück zu chauffieren. Wir profitierten dabei von einem strahlend schönen Wintertag. Die Sonne schien von einem wolkenlosen Himmel und das machte die etwa +4° Grad doch gleich eine Spur angenehmer. Unser Angebot fand regen Anklang und so waren wir viel unterwegs und hatten wenig Leerzeiten.

Das Ganze war jedoch ein ziemlich langer Tag. Wir waren von 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr gebucht. Für 9 Stunden draussen, bei den Temperaturen, braucht es dann ein funktionierendes Bekleidungskonzept. Natürlich bewähren sich dabei viele dünne Schichten. Gegen das Ende der Veranstaltung, als sich das Thermometer wieder der Nullgradgrenze näherte , trug ich oben zuerst ein Windstopper-Shirt, dann ein Merino-Langarmshirt, drüber zwei Synthetik-Langarmtrikots, dann ein Fleece-Pullover und als äusserste Schicht unser Bike-Butler-Shirt.

Mit all den Kleidern fühlte ich mit etwas wie das Michelin-Männchen, doch ich kämpfe ja noch immer mit dem Fieber von Anfang der Woche und deshalb war es mir wirklich wichtig um nicht zu frieren. Ich muss unbedingt wieder gesund werden...

Freitag, 10. Januar 2020

erstes Mal in 2020

erste Gruppenfahrt
erste Gruppenfahrt

Gestern Abend überlegte ich, wann ich das letzte Mal mein Motorrad gebraucht habe... muss wohl letztes Jahr gewesen sein. Weil ich wusste, dass die über 8 Jahre alte Batterie nicht mehr ganz frisch und winterfest ist, checkte ich kurz, ob der Anlasser noch genügend Strom kriegt um den Motor zu starten. Fehlanzeige. Gut, habe ich das vorher überprüft. Also: Ladegrät über Nacht anhängen.

Am Morgen bin ich dann im Jahr 2020 zum ersten Mal mit dem Motorrad in die Stadt gefahren um die erste Gruppentour mitzufahren. Ich wurde da von den Leuten von TaxiBike hinzugebucht. Da deren Elektro-Rikschas ziemlich schwachbrüstig sind, war es eine gemütliche Fahrt mit vielen Stopps. :grins: Das ist echt lustig... als Einziger ohne Motor muss ich jeweils auf die Anderen warten... tolle Technik! :th_down:

erstes Kopfschütteln
erstes Kopfschütteln

Danach hatte ich Zeit und machte eine ausgiebige Kaffeepause. Dabei beobachtete ich, wie drei junge Männer auf diesen neuen Leih-E-Trottinets angebraust kamen, die Dinger rund um meine Rikscha abstellten und in das nächste Restaurant gingen. Typisch, dachte ich. Völlig egozentrisch und kein Gedanke daran verschwenden, ob diese E-Gehhilfen jemanden stören könnten. Ich machte davon ein Foto und schrieb dazu einen sarkastischen Kommentar auf Facebook. :motz:

erster Plattfuss
erster Plattfuss

Doch das Universum straft meinen Sarkasmus sofort. Als ich nämlich die Dinger wegräumte und auf die Rikscha stieg, stellte ich schon nach wenigen Metern fest, dass mich der erste Plattfuss des Jahres heimgesucht hat. Hinten rechts fahre ich auf der Felge. Mist! Zum Glück hatte ich genügend Zeit um zu reparieren. Ich wollte den Schlauch eigentlich flicken, doch in meiner Werkzeugschachtel fand ich kein Flickzeug. Warum nicht? Wann hatte ich das denn rausgenommen? Na ja, sich fragen hilft nicht, also doch den neuen Ersatzschlauch montieren. Ich werde wohl ein paar Schläuche mit Löchern von der Garage mit nach Hause nehmen und da in aller Ruhe flicken.

Später war ich dann für die erste Hochzeitsfahrt des Jahres gebucht. Ein sehr schöner Anlass, den ich in zwei Teilen zu bestreiten hatte. Zuerst ging es vom Standesamt zur Confisserie Läderach, wo die Hochzeitsgesellschaft gemeinsam eine Hochzeitsschokolade kreirte (schöne Idee) und eineinhalb Stunden später holte ich das Brautpaar wieder ab und fuhr sie zu einem schönen Restaurant. Perfetto!

erste Hochzeitsfahrt
erste Hochzeitsfahrt

Um noch kurz das Wetter zu erwähnen. Vor genau einem Jahr hat es geschneit (siehe Link zum damaligen Beitrag in der Seitenleiste)... und heute war es sonnig bis wolkig, bei fast 10 Grad. Viel angenehmer... :-)

Samstag, 21. Dezember 2019

Garage aufräumen

Garagenbelegung Ende 2019
Garagenbelegung Ende 2019

Gestern hat Arjun seine private Rikscha, sowie zwei Fahrräder, die schon lange in der Garage rumstanden, endlich weggeräumt. Seinen Garagenschlüssel hat er mir in die Rikscha gelegt. Dieses Kapitel ist nun also (weitgehend) abgeschlossen. Wie es so ist (wenn man selbst nicht anwesend ist), bleiben dann noch unbrauchbare Kleinigkeiten und Müll zurück, die ich heute aufräumte, respektive entsorgte.

Ich nutze den Moment um auch die alten Werbetafeln zu sortieren und in meinen Kram etwas Ordnung zu bringen. Dann stieg ich auf die Rikscha, da heute nocheinmal eine Christmas-Tour auf dem Programm stand. Als ich wieder zurück war, zog ich mich wieder für den Heimweg auf dem Motorrad um und machte kurz vor dem Aufsteigen noch das obenstehende Bild. So sieht die Bike Butler Garage also Ende 2019 aus. Vielleicht sind vier Rikschas etwas viel für mich alleine. Doch wer weiss, vielleicht kommt im nächsten Jahr jemand neues dazu. Man weiss ja nie... ;-|

Freitag, 20. Dezember 2019

ein langer Tag

Weihnachtsdekoration
Weihnachtsdekoration

Um halb fünf Uhr klingelte der Wecker. Nach der Morgentoilette und dem Frühstück bin ich dann in Bikekleidern losgefahren und mit Umziehen am Arbeitsort war ich dann pünktlich, um 05:55 Uhr einsatzbereit. So muss das sein! :th_up:

Nach Arbeitsschluss bin ich dann mit dem KISH ins Stadtzentrum gefahren, weil ich erstens noch eine Buchung vorliegen hatte und zweitens, weil jemand die Hochzeitsrikscha zum selber fahren gemietet hat. Gegen 17:30 Uhr bin ich dann wieder zum Arbeitsplatz gefahren, weil dort eine kleine Weihnachtsfeier auf dem Programm stand. An solchen Anlässen teilzunehmen ist für mich als "Neuer" wichtig, damit ich möglichst viele Mitarbeiter kennenlerne. Das hilft im späteren Umgang ungemein. Auf dieser Velofahrt hat es ganz leicht geregnet und der Wetterbericht sagte, dass ein Föhnsturm über die Alpen zieht und starke Regenfälle mitbringt. Deshalb habe ich in der Garage auch gleich die Regenkleider eingepackt.

Als die Feier so gegen 19:30 Uhr zu Ende ging und ich ins Freie trat, war der Föhnsturm tatsächlich in vollem Gange. Es windete und regnete kräftig. Also Regenkleider anziehen und losfahren. Weil mir für diesen Beitrag noch ein Bild des Tages fehlte, machte ich unterwegs noch einen kurzen Halt um diese Weihnachtsmann-Kutsche zu fotografieren. Obwohl ich es fünf Mal versuchte, brachte die Handycam kein wirklich gutes Bild zu Stande. Extreme Lichtkontraste und Regen sind keine gute Kombination.

Zuhause dann warm duschen, Hauskleider anziehen und den Tag ausklingen lassen. Ganz schnell kriecht eine angenehme Müdigkeit hoch und so kann ich diesen langen Tag zufrieden abschliessen.

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Doppel-Christmas-Tour

Rikscha-Suchbild
Rikscha-Suchbild

Heute Abend hatten wir eine Buchung für vier Personen und somit waren wir mit zwei Rikschas unterwegs. Vier Frauen wollten möglichst alle Weihnachtsmärkte und -beleuchtungen in der Innenstadt sehen und deshalb waren wir auch eineinhalb Stunden mit Ihnen unterwegs.

Die Stimmung war ausgezeichnet, während der Fahrt gab es unzählige "Ah"s und "Oh"s und der obligate Glühweinhalt beim Weihnachtsdorf auf dem Sechselätenplatz durfte natürlich auch nicht fehlen. ;-) . Während wir da warteten, versuchte ich ein Bild der beiden Rikschas vor dem Operhaus zu machen, was aber gar nicht so einfach war. Der Helligkeitsunterschied der im Dunkeln stehenden Rikschas zum rot angestrahlten Opernhaus war einfach viel zu gross. Macht nichts. Unten links kann man die Rikschas zumindest erahnen. 8-)

Am Ziel, einem Restaurant, wo die Vier einen Tisch reserviert hatten, waren von der Fahrt alle hell begeistert und das zeigten sie auch mit einem netten und grosszügigen Trinkgeld. Alle zufrieden - Wunderbar! :th_up:

Samstag, 14. Dezember 2019

Rundfahrten

am Löwenplatz
am Löwenplatz

Heute Abend hatte ich gleich drei Buchungen für Christmas-Rundfahrten. Wie man sich vorstellen kann, hatte es am Samstag vor dem 3. Advent extrem viele Menschen im Stadtzentrum. Es war eine echte Herausforderung, sich mit der Rikscha da durchzuwängen... aber, es ging. Für die Fahrgäste war das natürlich toll. Nicht allzu kalt, viele Beleuchtungen und alles pulsiert vor Leben.

Obwohl solche Fahrten für mich schon speziell anspruchvoll sind, mag ich diese Zeit und die Weihnachtsbeleuchtungstouren sehr. Ich hätte gerne noch mehr solche Buchungen. :-)

Mittwoch, 11. Dezember 2019

mehr Futter

ganz untypisch
ganz untypisch

Seit ich als Rikschafahrer unterwegs bin, habe ich etwa 5 Kilo Körpergewicht verloren. Das kommt natürlich hauptsächlich davon, dass ich mich viel mehr bewege, als zu meinen Sesselfurzerzeiten. Es hängt aber auch ein klitzekleines bisschen damit zusammen, dass ich viel weniger Geld verdiene und ich deshalb unter anderem (fast) keine Snacks mehr kaufe. Auch auswärts essen habe ich stark reduziert, weil selber kochen halt einfach günstiger ist (und meistens auch besser schmeckt).

Ab heute wird das aber wieder anders! ;-)

Ich habe einen 25% Zusatzjob angetreten und werde von nun an zwei oder drei Morgen pro Woche als Lagerist/Magaziner tätig sein. Das ist eine gute Sache, denn morgens habe ich höchst selten Rikscha-Buchungen und das Zusatzgeld kann ich wirklich gut gebrauchen. Zudem freue ich mich, wieder einmal mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten und nicht immer nur auf mich selbst gestellt zu sein.

Einziger Nachteil: Ich muss jeweils morgens um 6:00 Uhr auf der Matte stehen :sik: . Ja, wenn ich vorher noch duschen, rasieren, frühstücken und mit dem Velo zum Arbeitsplatz fahren will, muss ich verdammt früh aufstehen! Heute brauchte ich knapp 40 Minuten für die 13 Kilometer (100 Höhenmeter). Als dann um 12:00 Uhr Schluss war, hatte ich mächtig Hunger und deshalb machte ich auf dem Nachhauseweg einen Döner-Halt. Man muss das Geld, welches man verdient, ja auch wieder unter die Leute bringen :grins: .

Während dem Essen dachte ich, dass ich möglichst zu jedem Blogeintrag ein Bild zeigen will. Auch wenn es noch so banal ist. Ich freue mich nämlich immer an Bildern in alten Beiträgen und mit der Handy-Fotoknipse ist ein Bild ja schnell gemacht.

Montag, 9. Dezember 2019

Regenrundfahrt

bereit für eine Rundfahrt im Regen
bereit für eine Rundfahrt im Regen

Seit über acht Jahren besitze ich kein Auto mehr. Meist fahre ich Fahrrad. Zur Arbeit pendle ich jedoch mit dem Motorrad. Diese Entscheidung bereue ich höchst selten (eigentlich fast nie). Ich schätze mal, dass 350 Tage im Jahr das Motorrad die bessere Wahl ist. Das heisst es bleiben etwa 15 Tage, an denen Motorradfahren so überhaupt gar kein Spass macht. Am schlimmsten ist es bei Schnee, und knapp dahinter folgen kalte, verregnete Fahrten bei Dunkelheit. Und genau so eine Fahrt stand heute auf dem Programm.

Ich hatte erst um 18:30 Uhr eine gebuchte Rikschafahrt und so bin ich etwa um 17:30 Uhr mit dem Motorrad in die Stadt gefahren. Es regnete, es war kalt und es war dunkel... also vorsichtig fahren. Ich sehe nachts eh schon schlecht, doch mit Regentropfen auf dem Helmvisier und hellem Licht von entgegenkommenden Autos kommt es mir vor, als fahre ich auf ein Lichtervorhang zu. Würde in einem solchen Augenblick ein Hindernis auf der Strasse liegen, ich würde es nicht erkennen...

In der Garage angekommen hiess es dann die nassen Motorradkleider ausziehen und Velo-Regenhose sowie -Regenjacke für die Rikschafahrt anziehen. Luftdruck an den Rikscharädern kontrollieren, Regenverdecke herunterrollen, Wolldecke einpacken, Akkulicht anbringen, Mütze und Handschuhe anziehen und los geht's. Immerhin. es regnete dann nicht die ganze Stunde während der Fahrt und zwischendurch konnten wir das vordere Regenverdeck auch mal hochrollen. Das ist für die Fahrgäste doch deutlich angenehmer.

Wenn ich Velo-Regenkleider trage macht es für mich keinen Unterschied, ob es regnet oder nicht. Nach einer Stunde bin ich so oder so nass. Weniger von Aussen sondern mehr von Innen. So viel Atmungsaktivität gibt es gar nicht, damit ich die produzierte Körperwärme über Kleidermembrane effektiv verdampfen könnte. Im Sommer und an warmen Tagen ist das relativ egal. Aber im Winter, wenn es kalt ist, wird das schnell zum Problem. Kaum lässt die körperliche Beanspruchung nach, kriegt man kalt und beginnt in den feuchten Kleidern zu frieren.

Also nicht lange herumstehen, sondern rasch wieder in die Garage. Doch mit feuchten Bikekleidern in noch halbnasse Motorradbekleidung zu steigen ist auch nicht so lässig und wärmt auch nicht sonderlich. Vor allem während der Fahrt. Wenn ich dann zuhause bin und alle feuchten und nassen Kleider zum Trocknen aufhänge denke ich: Ganz schön viel Aufwand für relativ wenig Ertrag.

Aber hey, ich will mich nicht beklagen. Jedes Leben hat Sonnen- und Regentage und wenn mein Verhältnis im Jahr wirklich 350:15 ist, so kann ich mich glücklich schätzen.  :th_up: