selbstgemachte Schupfnudeln

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Samstag, 24. Februar 2007

selbstgemachte Schupfnudeln

Nach den Raviolis stand nun mit Schupfnudeln der zweite Livetest mit Kochrezepten aus dem Kochkurs auf dem Programm. Meine Frau hatte vier Freundinnen zum Spieleabend eingeladen und das waren die idealen Testesserinnen .

Am Mittag  kochte ich als Vorbereitung ein knappes Kilo Kartoffeln weich, die ich danach draussen abkühlen liess (eigentlich sollte man die Kartoffeln am Vorabend kochen). Dann die Kartoffeln schälen und bereit stellen.

Hier sind wir nun also. Die Kartoffeln durchs Passevite drehen und  nochmals wägen. Nun ist es noch etwa 750g Kartoffeln. 2 aufgeschlagene Eier hinzugeben und mit  etwa 300g Mehl vermischen und nach und nach zu einem Teig kneten. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer etwas würzen. Das ist brutal klebrig (die Stärke der Kartoffeln) und fast nur zu zweit gut machbar. Einer knetet und der Andrere streut nach und nach das Mehl dazu, bis es einen halbwegs knetbaren Teig gibt.

Danach die Kleinarbeit. Teigstücke ausrollen, in Stücke schneiden und jedes einzelne unter den Fingern in die gewünschte konische Form rollen und auf ein Backpapier auslegen. In etwa einer Stunde habe ich 180 Schupfnudeln gebastelt, das sollte reichen. (Etwa 200g Teig habe ich nicht mehr verarbeitet).

Nun die Schupfnudeln abkochen (bis sie an der Oberfläche schwimmen +1 Min.), in kaltem Wasser abschrecken und in Abtropfsieb zwischenlagern. Dazu brauche ich drei Durchgänge. Danach Kochtopf weg und Bratpfanne hervor nehmen. Pfanne heiss werden lassen und mit Butter die Schupfnudel leicht anbraten. Dabei Paniermehl darüber streuen und mitanbraten. Wieder drei Durchgänge. Danach die fertigen Schupfnudeln zugedeckt bei 80° Grad im Backofen warm halten.

Den Salat habe ich zwischendurch schon vorbereitet und so kann ich mich nun dem Fleisch (Rindshuftschnitzel) und der Sauce (Morchelsauce) zuwenden.

Das Fleisch habe ich mittags mit einer Marinade aus Gewürzen, Senf und Olivenöl eingepinselt und dieses ist somit bratfertig. Für die Morchelsauce habe ich getrocknete Morcheln in Milchwasser eingelegt, die ich für die Sauce jetzt herausnehme, abspüle, putze und klein schneide. Ich dünste Zwiebeln und Knoblauch kurz an, gebe die Pilze dazu und lösche mit etwas Weisswein ab. Für die Sauce verwende kein Rahm  sondern Milch und binde die Sauce mit Mehl. Etwas Senf ist auch noch gut. Immer gut rühren. Getrocknete "herbes de provence" mitköcheln lassen und mit Gewürzen abschmecken, Zum Schluss einen Schuss Zitronensaft. Prima. In der Köchel-Phase die Rindshuftschnitzel "a la minute braten" und warm stellen (wieder drei Durchgänge). Zum Schluss das Fleisch mit der Sauce übergiessen und auf Wärmeplatten anrichten. Nun die Schupfnudeln (und die vorgewärmten Teller) aus dem Backofen und alles auf den Tisch stellen.

Es duftet herrlich und alle freuen sich auf das heutige Essen. Man wünscht sich gegenseitig  "en Guete" und legt los. Die Schupfnudeln sind wirklich gut, das angebratene Paniermehl ist ideal um Morchelsauce aufzunehmen. Das Fleisch ist auch auf den Punkt getroffen. Alles super!

Nur Fotos habe ich keine mehr gemacht.... das ging einfach unter. Schade, wirklich schade. Erstens hätte ich mit der  vollen Schale Schupfnudeln schon noch etwas angeben wollen und zweitens wäre es das erste Bild in meinem Blog gewesen, wo fünf Frauen mit mir an einem Tisch sitzen! Wann gibt's denn so etwas schon mal...

Rückblickend muss ich sagen, dass die Schupfnudeln zwar geschmeckt haben, der Aufwand dafür aber schon erheblich ist. Da braucht man 3 Stunden nur für die Schupfnudeln... das ist schon sehr aufwändig und deshalb glaube ich nicht, dass ich das so schnell wieder machen werde. Mal sehen, vielleicht wenn mal 6 Frauen am Tisch sitzen .

Kommentare

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  1. Karin am :

    Hey Mäuschen
    Deine Schupfnudeln und auch der Rest des Nachtessens waren absolut vom Feinsten. Vielen Dank, dass Du Dich mit dem Essen und auch mit den Vorbereitungen so ins Zeug gelegt hast!!! Bist der beste Ehemann, den frau sich wünschen kann!

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