Samstag, 9. August 2025
heisse Sommerstrassenrunde
Schon gestern Abend sagte ich zu Karin, dass ich heute gerne eine etwas ausgedehntere Trainingsrunde fahren möchte. Der Wetterbericht war perfekt. Sonne satt und bis 33° Grad warm/heiss. Das kitzekleine Problem: Ich habe keine Auswahl an vorgeplanten Touren, die ich bei Bedarf -oder eben: bei phantastischem Wetter- so einfach durchgehen, mich für eine Tour entscheiden, diese aufs GPS laden und losfahren kann. Das wäre toll! (Das muss ich mir für kalte Wintertage im Hinterkopf halten. Wenn man eh viel vor dem Rechner sitzt, könnte man gut ein paar tolle Touren vorplanen).
Nach dem Frühstück entschied ich dafür, eine Tour durch das Zürcher Oberland zu fahren, ganz ähnlich, wie ich das vor drei Wochen gemacht habe. Ich fahre die Strecke nach Gedächtnis und erlaube mir auch mal anders abzubiegen um etwas Neues zu sehen.
Es sollte zudem eine Musik-Tour werden. Ich habe die neuen Ear Buds voll aufgeladen, ein paar Spotify-Playlists downgeloadet, und wollte nun mal herausfinden, wie das denn so ist. Gleich kurz nach dem Start stellte ich wenig überraschend fest, dass man mit Musik im Ohr schon viel weniger von der Umgebung mitkriegt und vor allem von hinten kommende Fahrzeuge nicht mehr frühzeitig hört. Wo es keinen Radweg gibt muss man also wirklich konsequent am rechten Strassenrand fahren um Risiken zu minimieren. Ansonsten ist das schon toll! Wieder bin ich ab der akustischen Qualität dieser winzigen Ohrstöpsel überrascht. Das klingt echt super und macht wirklich auch Spass.
Ich habs nicht so mit Multitasking und wenn ich nun während der Fahrt auf die Musik höre, dann verengt sich mein Blick automatisch auf die unmittelbare Umgebung vor dem Vorderrad. Es ist eindeutig. Ich schaue weniger umher und denke während der Fahrt auch weniger nach, weil ich eben Musik höre. Das absorbiert mich schon. Positiv, wie negativ. Ich bin dann so in einer Art von Tunnel, abgeschottet in meiner eigenen, kleinen Welt. Alles rundherum ist höchstens noch hübsche Dekoration.
Diese Erkenntnis ist nicht neu. Schon vor Jahren probierte ich Musik beim Radfahren und habe es dann wieder verworfen. Genau aus den genannten Gründen. Die Faktoren der visuellen Wahrnehmung der Umgebung, der natürlichen Geräusche und Akustik und auch die freie Zeit die man während der Fahrt hat um irgendwelchen Gedanken nachzuhängen oder einzelne Punkte mal grundlegend durchzudenken, das ist mir wichtig. Da brauche ich nicht noch Musik. Meist ist mir Radfahren allein schon Unterhaltung genug 😉. Ich werde nun also nicht mehrheitlich mit Musik im Ohr unterwegs sein, sondern dies eher gezielt einsetzen. Auf dem immer gleichen Weg zum Morgenjob kann ich mir das gut vorstellen oder auf sonst eher langweiligen Strecken.
Ich bin heute wirklich mehrheitlich die Tour von vor drei Wochen gefahren. Doch ich wollte nicht das volle Pensum, 100 Kilometer und 6 Stunden im Sattel, abreissen. Es darf durchaus etwas kürzer ausfallen und so strich ich den Sternenberg aus meiner Route und bin vom Sitzberg ziemlich direkt runter nach Wila gefahren. Ich war noch etwa eine halbe Stunde von zuhause entfernt, als die Akkus der Ear Buds leer waren. Die halten also etwas mehr als vier Stunden, danach wollen sie wieder aufgeladen werden. So bin ich also den Rest der heutigen Runde in gewohnter Ruhe nachhause gefahren. Es war eine schöne, heisse und schwitzige Tour. Hat Spass gemacht! Von mir aus dürfte es monatelang so sonnig und heiss sein. Nachts dürfte es dann jeweils etwas regnen 😀. Ach wäre das schön. Das GPS sagt: 83 km., 4:42 Std., 1'680 Hm.
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