Noch nie in meinem Leben bin ich so viel Velo gefahren wie in diesem Jahr. Das übertrifft sogar deutlich das bisherige Rekordjahr 2011, indem ich zwei Monate mit dem Velo in Italien unterwegs war und alleine in diesen zwei Monaten über 5'600 Kilometer zurückgelegte. Damals standen am Ende des Jahres 10'068 Kilometer in der Statistik und dieses Jahr werden es über 13'000 Kilometer sein 🧐. Ich hätte es wirklich nicht für möglich gehalten, dass ich jemals wieder über 10'000 Kilometer pro Jahr komme. Und nun gleich mehr als 13'000; das ist wirklich unglaublich 😇.
Wie schon 2011 so ist auch in diesem Jahr das KISH 29er Hardtail mein meistbenutztes Fahrrad. Das liegt ganz einfach daran, dass das KISH mein Alltagsrad ist und auch das Einzige, welches über permanent angebaute Schutzbleche und eine gute Dynamobeleuchtung verfügt. In diesem Jahr bin ich damit 130 Mal zu meinem Morgenjob und wieder zurück gependelt. Das alleine brachte über 3'500 Kilometer auf die Uhr. Insgesamt bin ich mit dem KISH 4'687 Kilometer gefahren und dafür sass ich 236 Stunden im Sattel.
Auf Position zwei hat sich das neue TREK Procaliber 9.5 etabliert. Das feuerrote Spielmobil macht mir wirklich viel Spass und ist meine Wahl für schnelle Radrunden. Egal ob auf der Strasse, auf Schotterwegen oder auch mal auf einfachen Singletrails. Das Procaliber ist so quasi mein Gravel-Bike. Rot, leicht und schnell. Damit jagte ich im Frühjahr Grand Tour Switzerland Foto-Spots und auch die längste Tour des Jahres (über den Oberalppass) bin ich damit gefahren. Ebenso fuhr ich fast alle Referenzrunden mit dem Procaliber. Dieses Jahr bin ich damit insgesamt 3'426 Kilometer und 196 Stunden gefahren.
An dritter Stelle folgt das TREK 1120, mein Reiserad. Damit war ich Anfang April in der Provence doch auch hier in der Schweiz wurde es oft bewegt. Mit den dicken Reifen, den Gepäckträgern und dem Frontkorb ist es ein auffälliges Nischen-Fahrrad. In den sieben Jahren seit ich dieses Bike nun besitze, habe ich noch nie ein anderes 1120 in freier Wildbahn gesehen. Dieses Velo ist meine erste Wahl für Radreisen, spontane Einkäufe im Dorf oder auch für gemütliche Genussrunden. 2025 kamen damit 2'473 Kilometer zusammen und 143 Stunden Sattelzeit.
Mein «richtiges Mountainbike», das CANYON Neuron, bildet das Schlusslicht in meinem Fuhrpark. Das nehme ich wirklich nur für Offroad-Mountainbiketouren die einen technischen Anspruch haben und somit eine Vollfederung rechtfertigen. Mit 130/140mm Federweg und mit 14,5 Kilo ist es mein schwerstes Fahrrad, doch auch das Potenteste. Mit zunehmendem Alter ist es jedoch so, dass ich zurückhaltender und vorsichtiger werde. Stürze können fatale Folgen haben und es liegt in der Natur der Sache, dass technisch anspruchsvolle Touren das grösste Sturzrisiko beinhalten. Dennoch bin ich mit der Fahrleistung und dem Bike an sich sehr zufrieden, denn 2025 bin ich mit dem CANYON Neuron insgesamt 1'732 Kilometer und 115 Stunden gefahren.
Etwas ausser Konkurrenz folgt dann die Rikscha, mit der ich in den Sommermonaten Menschen durch die Zürcher Innenstadt fahre. Da ich nur noch für vorgebuchte Touren auf die Rikscha steige, haben die Kilometerleistungen in den letzten Jahren deutlich nachgelassen. Dieses Jahr sind damit insgesamt nur noch 594 Kilometer und 60 Stunden zusammen gekommen.
Und ganz ausser Konkurrenz bin ich in Kroatien in 12 Stunden insgesamt 202 Kilometer auf einem Leihrad gefahren. Auch das hat Spass gemacht.
In Summe also: KISH, 4'687 & TREK Procaliber, 3'426 & TREK 1120, 2'473 & CANYON Neuron, 1'732 & Rikscha, 594 & Leihrad, 202 = 13'114 Kilometer
Erwähnen möchte ich hier auch noch die beste Neuerung, die ich bei all meinen Fahrrädern eingeführt habe. Seit dem 31. Januar 2025 werden die Ketten meiner Fahrräder nicht mehr geölt sondern mit Wachs versehen. Das ist aus meiner Sicht ein riesiger Schritt in die richtige Richtung. Es gibt kein Hantieren mit ölverschmutzten Teilen mehr, kein dauerndes Abreiben von Schmutz und nachölen, keine dreckigen Hände oder Kleider, keine knirschenden Antriebe. Kettenwachs ist schlicht eine saubere Sache. Und was ich bis jetzt ebenfalls bestätigen kann, es ist nicht nur viel sauberer, die Teile (Kette, Kettenblatt und Ritzelpaket) verschleissen auch nicht so schnell und halten deshalb deutlich länger.
Für jedes Fahrrad habe ich drei Ketten, die ich so um die 500 Kilometer Fahrleistung jeweils wechsle. Dann wird die demontierte Kette mit heissem Wasser gereinigt und wieder ins flüssige Wachsbad gelegt. Bisher hat die am stärksten beanspruchte Kette etwas über 1'700 Kilometer auf dem Buckel und mit der Messlehre kann ich noch überhaupt keinen Verschleiss messen. Die Teile werden also noch lange halten. Das finde ich natürlich super und auch das Handling mit Kettenwechsel und Nachwachsen finde ich voll easy und das mache ich auch gerne. Gerade bei der diesjährigen Kilometerleistung bin ich natürlich froh, dass ich bei Verschleissteilen etwas Geld sparen kann (welches ich dann in schöne oder leichte Teile investiere) 😉.
Für das kommende Jahr habe ich mir kein Kilometer-Ziel gesetzt. Wobei... noch einmal >10'000 wären schon cool 🤗😅! Man wird sehen...