Donnerstag, 25. Juni 2026
überlastet
Als ich am Dienstag nach der 3-Pässe-Tour die Aufzeichnung am GPS-Gerät stoppte, wurde mir von diesem angezeigt, dass ich mir nun 91 Stunden Erholungszeit gönnen soll. Ich lachte 😆. 91 Stunden? Das sind ja fast vier Tage. Völlig übertrieben...
In der Nacht auf Mittwoch habe ich sehr schlecht geschlafen. Das passiert mir oft, nachdem ich mich körperlich verausgabt habe. Mehrmals wachte ich mit Krämpfen in den Beinen auf. Und auch aufgrund der aktuellen Hitze konnte ich nur schlecht wieder einschlafen. Das brachte mich um 05:30 Uhr dazu, etwas frustriert und zerknittert aufzustehen.
Ich spürte deutliche Schmerzen am künstlichen Hüftgelenk und Muskelverspannungen in beiden Kniekehlen. Ich fühlte mich generell ziemlich schlapp und ausgelaugt. Das war anscheinend der Preis, den ich für die 3'500 Höhenmeter zu bezahlen hatte...
Die Beschwerden lassen langsam nach, doch auch heute Donnerstag merke ich noch deutlich, dass mein Körper vorwiegend Ruhe und Erholung braucht.
Diese Königsetappe war eine Ausnahmeleistung. Noch nie zuvor bin ich an einem Tag über acht Stunden Rad gefahren und noch nie habe ich dabei über 3'000 Höhenmeter überwunden. (Und noch nie war ich so alt wie heute) 😌. Das wird nicht die neue Realität, sondern es wird eine Ausnahme bleiben. Wenn ich nun sehe, wie sich mein Körper regenerieren muss, dann denke ich nicht, dass dies gesundheitsfördernd war, sondern es hat richtig Substanz gekostet. Mein zukünftiges Motto wird deshalb sein: Eine Tour mit 1'000 Höhenmetern ist gut, eine mit 2'000 Höhenmeter ist anstrengend und über 3'000 Höhenmeter sollen es nicht mehr werden.
Letzten Endes muss ich jedoch auch zugeben, dass diese Tour ein Ego-Projekt war. Ich fühlte mich fit und wollte herausfinden, ob ich so eine Alpenetappe überhaupt schaffe. Die Antwort ist jetzt: Ja, ich kann das, doch der Preis ist hoch. 🙄
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