Kalt und Zahnweh
Wie schon beschrieben, so hat hier der Winter Einzug gehalten und ich habe nach wie vor Mühe, mich halbwegs daran zu gewöhnen. Mir ist immer kalt 🥶. Hinzu kommt, dass ich am letzten Donnerstag beim Zahnarzt war.
Das ist eine ganz blöde Geschichte. Ich ging völlig schmerzfrei zur Dentalhygienikerin und diese kratzte mir so lange an einem Backenzahn herum, bis ich starke Schmerzen verspürte. Da mein behandelnder Zahnarzt in den Ferien war, musste ich zwei Wochen -bis eben zum letzten Donnerstag- warten, bis der Zahn behandelt werden konnte. Die Prognose war ja ziemlich schlecht. Wurzelbehandlung und Krone (Fr. 3'500) oder Zahn ziehen und später ein Implantat (Fr. 6'500) einsetzen.
Als Rikschafahrer bin ich finanziell nicht auf Rosen gebettet und deshalb wollte ich vermeiden, dass ich nun in eine Krone investiere, die dann doch nicht wirklich funktioniert und man den betreffenden Zahn dann einfach in einem oder zwei Jahren trotzdem ziehen muss. 10'000 kann und will ich nicht in einen einzigen Zahn investieren. Deshalb wollte ich das vertieft mit dem Arzt besprechen, was aber nicht wirklich einfach war. Verständlicherweise kann ein Arzt keine Erfolgsgarantie geben, doch die Aussagen bleiben so schwammig, dass man sich als zahlender Kunde schon etwas veräppelt vorkommt. Als Patient kannst Du nur verlieren (Geld oder Gesundheit oder im schlimmsten Fall beides) und der Arzt kann nur gewinnen. Scheiss-Spiel. 🎲
Wir einigten uns darauf, dass er zuerst die alte Amalgam-Füllung entfernt und danach das vorhandene Karies wegbohrt. Dann kann er sehen und einschätzen, wie viel Zahn noch übrig ist und welche Optionen er -als Profi- dann als längerfristig realistisch betrachtet. Also wurde gespritzt und gebohrt bis zu besagtem Punkt. Dann sagte er, dass er ganz dicht am Zahnnerv dran sei, er jedoch noch eine günstigere Behandlungsmöglichkeit sehe. Er könne versuchen den Zahnnerv mit einer Trennschicht zu schützen und darauf dann eine neue Füllung aufbauen. Er sei sich jedoch nicht sicher ob das funktionieren würde. Denn wären noch aktive Bakterien beim Nerv, so würde das zu starken Zahnschmerzen führen und dann müsste man doch noch eine Wurzelbehandlung durchführen. Nun war es an mir, zu entscheiden...
Na ja. Als Positivdenker bin ich der Meinung, dass wir dem Zahn noch eine Überlebenschance geben sollten und wenn es wirklich klappt, dann spart mir das zusätzlich auch noch einiges an Geld. Also los, machen!
Die Realität war dann so, dass im Laufe des Tages die Narkose nachliess und der Schmerz zurückkam. Bei der Rikschafahrt am Freitag hatte ich derart heftige Zahnschmerzen, dass ich mir ernsthaft überlegte ob ich auf dem Heimweg direkt bei der Zahnarztpraxis vorbeischaue um mir den Zahn gleich ziehen zu lassen. Simple Überlegung: Kein Zahn - keine Zahnschmerzen.
In mir tauchte dann die Frage auf, wie lange soll ich die Schmerzen ertragen und auf Besserung hoffen? Meine Antwort darauf war: Ich warte das Wochenende ab und entscheide am Montag. Also heute. Am Samstag hatte ich weniger starke Schmerzen, am Sonntag dann wieder stärkere. Schlafen ging nur mit vorheriger Einnahme einer Schmerztablette. Gestern Abend hatte ich nur noch wenig Hoffnung und dachte, dass ich mich heute wohl oder übel beim Zahnarzt melden muss.
Doch man kennt es ja: Die Hoffnung stirbt zuletzt! Heute Morgen verspürte ich deutlich geringere Schmerzen. Da kann ich auch bis am Nachmittag warten. Und nun ist es Abend, ich verspüre noch einen dumpfen Schmerz und habe deshalb alles mal auf Morgen verschoben... 🤨 noch gibt es Hoffnung.























