Bilderbuch-Schweiz
In den vier Tagen, in denen Matthias hier bei uns ist, versuchen wir möglichst einmal, eine "richtige" Mountainbiketour in den Bergen zu fahren. Letztes Jahr war das die Gotthard-Tour, doch dieses Jahr hatte ich nicht wirklich einen Plan dafür. Natürlich sind Touren im Gebirge wetterabhängig und gestern Abend begann es leicht zu regnen, was die Auswahl dann weiter einschränkt. Wir haben einiges hin und her diskutiert und letztendlich einigten wir uns auf eine Ostschweiz-Tour. Ich schwärmte von der Tour zum hohen Kasten (die ich am 26. August gefahren bin) und auch von Appenzell und der malerischen Landschaft. Das ist wirklich äusserst sehenswert.
Gegenüber der gefahrenen Tour im August schlug ich zwei Änderungen vor. Erstens wählen wir die Bergspitze neben dem hohen Kasten, den Kamor. Der Kamor ist zwar 44 Meter weniger hoch, doch auf den hohen Kasten kann man gar nicht wirklich fahren und die nötige Zeit, um da hoch und wieder herunterzuwandern wollten wir uns nicht nehmen. Zweitens beenden wir die Tour im Rheintal, beim Bahnhof Altstätten. Dadurch ersparen wir uns viele Asphaltkilometer zum Schluss. Einverstanden! Also kurz den PC anwerfen, die GPS-Aufzeichnung vom August hervorsuchen und entsprechend abändern. Passt!
Wir starteten am Bahnhof des Flughafens Zürich um 08:23 Uhr und kamen um 09:22 Uhr in Sankt Gallen an. Die Strassen waren vom Regen noch nass und viele Wolken waren am Himmel, doch der Wetterbericht stimmte uns für den Tagesverlauf zuversichtlich, da zumindest keine Regenfälle mehr prognostiziert waren. Wir fuhren also gemütlich los und steuerten unser erstes Ziel, die Appenzeller-Schaukäserei in Stein/AR an.
Ein paar Fotos später ging es weiter bis in den historischen Ortskern von Appenzell. Matthias machte natürlich viele Bilder von den aussergewöhnlich schön bemalten Häuserfronten und dann gönnten wir uns ☕ und 🥐 bei einer Bäckerei. Kaum wieder aufgesessen fuhren wir bei Weissbad zu der Grossbäckerei Bischofberger, der Bärli-Biber-Bäckerei. Heute besuchten wir auch den Fabrikladen und deckten uns dabei mit allerlei Leckereien ein. Blöd nur, dass wir diese dann auch hoch auf den Berg fahren müssen. 😅
Die folgende Bergfahrt ist fahrtechnisch einfach, weil meist auf einer asphaltierten Nebenstrasse. Nur zwischendurch gibt es etwas Schotter oder ein paar Meter Wanderweg. Aber die 1'000 Höhenmeter kosten doch ziemlich Kraft und gute zwei Stunden Beinarbeit. Die letzten 30 Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz sind zum Fahren zu steil, da musste noch etwas geschoben und getragen werden. Alles kein Problem.
Wirklich erwähnenswert am heutigen Tag ist das Wetter. Viele Wolken zogen schnell über die Bergrücken und so änderten sich die Licht- und Sichtverhältnisse wirklich von Minute zu Minute. Lange dachte ich, dass wir kaum eine gute Aussicht geniessen können, weil die Bergspitzen immer wieder in den Wolken lagen. Doch Petrus war uns gnädig 😇. Kurz vor dem höchsten Punkt rissen die Wolken auf und wir konnten wirklich tolle Gipfelfotos schiessen. Das war wirklich super-spektakulär.
Und dann folgte das, wofür wir die ganze Anstrengung des Aufstiegs auf uns genommen haben. 1'300 Höhenmeter Downhill auf nur 8 Kilometer Wegstrecke 😎, im Schnitt also über 15 % Gefälle, bis dass die Bremsscheiben glühen🔥 🤟. Alles Offroad, Karrenwege und naturbelassene Wanderwege. Das macht super Spass. Wir halten immer wieder an, geniessen die tolle Aussicht ins Rheintal und machen viele Fotos 📷. Was für ein Genuss 👍!
Die Talsenke erreichen wir bei Rüthi und zum Schluss folgen flache und gemütliche zehn Kilometer zum Bahnhof in Altstätten. Da steigen wir in den Zug bis nach St. Gallen, wo wir dann in einen Schnellzug umsteigen und bis nach Winterthur fahren. Es folgen noch letzte 13 Velokilometer bis nach Hause, wo eine erfrischende Dusche 🚿 schon auf uns wartet. Das war ein perfekter Biketag! 🙏












































































































