weiter aufräumen
In den letzten Tagen investierte ich viel Zeit, um (vor allem) im Büro und in meinem bisherigen Leben weiter aufzuräumen und Platz für Neues zu schaffen. Diesen Aufräumprozess versuche ich so bewusst wie möglich zu durchlaufen. Es geht nicht einfach darum, Regale zu leeren und Dinge wegzuschmeissen. Alles hat aus irgendeinem Grund zu mir gefunden und wurde nicht sofort entsorgt, sondern aufgehoben. Ich frage mich: Hat das heute noch Wert für mich? Kann das mir in Zukunft noch etwas geben oder nützen? Bin ich bereit, davon loszulassen?
Vieles ist einfach und rasch entschieden. Anderes braucht mehr Zeit und unter Umständen auch ein bewusstes Abschied nehmen. So entledigte ich mich aller Schulunterlagen und Bücher, die sich während der Vitaltrainer-Ausbildung 2008 und 2009 angesammelt hatten. Da hatte ich doch einiges an Zeit und Energie investiert, ohne nach dem Abschluss etwas Sinnvolles daraus zu machen. Schade, doch Realität. Wenn ich also 15 Jahre lang nichts davon umgesetzt habe, dann kann ich mich von all den Unterlagen trennen. Was mir geblieben ist, kann ich für die Erhaltung einer eigenen Vitalität nutzen 😏.
Erstaunlich fand ich auch, wie viele Ladegeräte, Lade- und Datenkabel aus den verschiedensten Winkeln aufgetaucht sind. Auch alte Digitalkameras oder GPS-Tracker, die vor Jahren an den Rikschas verwendet wurden. Es füllte sich eine ganze Einkaufstasche mit Elektro- und Elektronikschrott.
Es bessert langsam. Ich bin auf gutem Weg.
Meist hinterlässt Aufräumen ein gutes Gefühl in mir, doch heute fand ich die Sache eher belastend. Was sich da alles so angehäuft hat... Was ich glaubte, so alles besitzen zu müssen... 😌
Kurz vor dem Mittag entschied ich mich deshalb auf das Mountainbike zu steigen und meinen Kopf in den umliegenden Wäldern etwas durchzulüften. Im Laufe des Nachmittags soll Regen kommen und davor wollte ich wieder zu Hause sein.
In solchen Situationen wähle ich am besten eine bekannte Runde, auf der ich mich nicht so sehr auf den Weg konzentrieren muss und so mehr Kapazität habe um wirklich die Ruhe der Natur zu spüren. Das hat auch heute gut geklappt. Während die Kopf-Wolken sich verzogen, so zeigten sich am Himmel immer mehr Regenwolken und auf dem letzten Kilometer fielen dann tatsächlich die ersten Tropfen. Gutes Timing 👍. Das GPS sagt: 33 km, 2:09 Std., 750 Hm.














