weniger Statistik
Einerseits habe ich im März noch darüber nachgedacht, ob ich weitere Fitnessaktivitäten dokumentieren will. Andererseits hat sich mein Arbeitspensum ab April drastisch reduziert und somit habe ich deutlich mehr Zeit, um mich körperlich fit zu halten.
Zusätzlich absolviere ich seither fast täglich Spaziergänge, und die Schritte, Dauer und Distanz habe ich jeweils mit einer mobilen App aufgezeichnet. Es hat mich jedoch zunehmend gestört, dass ich deswegen immer das Smartphone mitnehmen muss. Und so tauchte die Frage auf: "Wozu zeichne ich diese Daten überhaupt auf? Gibt es dafür einen konkreten Nutzen?"
Ich fand keine überzeugende Antwort auf diese Frage und deshalb lasse ich das Smartphone seit Anfang Juli nun auf dem Küchentisch liegen. Die Frage an und für sich beschäftigt mich jedoch immer noch. Weshalb sind Statistiken wichtig für mich? Früher war es sicher so, dass ich mir damit selbst beweisen konnte, dass ich aktiv bin und nicht nur in den Bürostuhl furze. Als Bewegungsmensch fand ich darin Bestätigung. Eine Art von geistiger Selbstbestätigung. Vor Jahren nannte ich meine Hauptstatistik bezeichnenderweise "Aktivitätsliste".
Die Zeiten haben sich geändert und vor allem mein Alltagsleben hat sich verändert. Ich muss mir nichts mehr beweisen und weiss mit Sicherheit, dass Radfahren und Bewegung im Allgemeinen ein wichtiger Bestandteil meines Lebens ist. Das wird auch zukünftig so bleiben. Ganz egal, ob mit oder ohne Statistik. Bewegung macht mir einfach Spass und reinigt mich geistig. 👍
Heute bin ich mit dem TREK Procaliber in die Stadt Zürich gefahren, um dort mit der Rikscha eine grosse Stadtrundfahrt zu bestreiten. Das war sehr angenehm, weil die Schulferien begannen und es dadurch gleich merklich weniger Passanten unterwegs hatte. Dazu beigetragen hat natürlich auch das heisse Wetter. Wer nicht unbedingt muss, bleibt aktuell lieber zu Hause und im Schatten. Das kam uns entgegen und so konnten wir die Fahrt durch die Altstadt und dem Seebecken entlang richtig geniessen.
Nach der Rundfahrt machte ich einen Erfrischungshalt, bevor ich in der Rikscha-Garage wieder auf das Fahrrad wechselte und bei über 30° Grad nach Hause radelte. Glücklicherweise machen mir diese sommerlichen Temperaturen nichts aus. Im Gegenteil. Ich mag Sonne und Hitze viel lieber als Wolken und Kälte😉. Das GPS sagt: 55 km, 3:24 Std., 510 Hm.





