Lieblingsbaum
Auf meinem Arbeitsweg fahre ich oft an diesem schönen Baum vorbei. Schon vor über 19 Jahren habe ich ihn für diesen Blog zum ersten Mal fotografiert. Heute musste es mal wieder sein.
Montag, 8. Dezember 2025
Auf meinem Arbeitsweg fahre ich oft an diesem schönen Baum vorbei. Schon vor über 19 Jahren habe ich ihn für diesen Blog zum ersten Mal fotografiert. Heute musste es mal wieder sein.
Samstag, 17. Mai 2025
Heute Samstag hatte ich zwei Rikscha-Buchungen im Kalender stehen. Eine von 11:00 bis 12:00 Uhr und die Zweite von 16:15 bis 17:15 Uhr. Wie ich die Zeit dazwischen rumkriege war noch offen. Zuhause gab es im Garten noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen und deshalb entschied ich mich zu folgendem Vorgehen: Morgens fahre ich mit dem Motorrad in die Stadt, mache die Rikscha-Rundfahrt und fahre danach direkt wieder nach Hause. Dann erledige ich die Gartenarbeit und fahre anschliessend mit dem Kish Strassenrad wieder in die Stadt um die zweite Rundfahrt durchzuführen.
Die zweite Rundfahrt war für sechs Personen, mit drei Rikschas, gebucht. Nach der Fahrt haben wir das Trinkgeld gleich umgesetzt und plauderten noch ein bisschen. Dann parkten wir die Rikschas wieder in der Garage und jeder machte sich auf seinen Heimweg. Ich fuhr zu meinem Lieblingsdönerladen und genoss einen Döner im Taschenbrot, mit allem und scharf 🌶. Der hat mir ausgezeichnet geschmeckt und gab die nötige Power für den Heimweg. Das war ein interessanter und gut gefüllter Tag! 👍
Dienstag, 28. Januar 2025
Im letzten Jahrtausend hätte es um diese Jahreszeit geschneit, doch mittlerweile ist es auch hier im Januar meist deutlich über Null Grad und somit regnet es halt. Gestern und auch heute Morgen bin ich in strömendem Regen zum Morgenjob gefahren. Als äussere Schicht trage ich dann dünne Plastikhosen und auch eine billige Plastik-Regenjacke. Das funktioniert für mich besser als all das GoreTex-Funktionsklamotten-Zeugs. Unter dieser Regenschicht bleibe ich weitgehend trocken und warm. Die Fahrzeit beträgt um die 40 Minuten und im Ziel bin ich meist leicht feucht geschwitzt, doch noch mehrheitlich trocken. Wobei, an Kopf und Händen habe ich keine wirklich taugliche Regenlösung. Die Helmunterziehmütze und auch die normalen Langfingerhandschuhe sind nach 40 Minuten natürlich total durchnässt. Da hilft dann nur ein zweites Set, für den Rückweg, mitzunehmen.
Aber -und glücklicherweise- sind Regenperioden hier meist recht kurz und auch mein 30% Arbeitspensum sorgt dafür, dass ich nicht mehr als drei Tage am Stück mit dem Fahrrad zum Morgenjob fahren muss.
Ich rechnete eigentlich damit, dass ich um 12 Uhr auch wieder im Regen nach Hause fahren werde, doch etwa um 11:30 Uhr registrierte ich, dass der Regen aufgehört hat. Ich konsultierte den Wetterradar und den aktuellsten Wetterbericht. Es soll nun ein kurzes Zwischenhoch geben, bevor es dann in der Nacht auf Mittwoch wieder zu regnen beginnen soll. Zwischenhoch klingt super! Das verhilft auch meiner Stimmung zu einem Zwischenhoch. 👍
Wie man dem Tagesfoto ansehen kann, hat sich das Zwischenhoch wirklich prächtig in Szene gesetzt und das motivierte mich, um mit dem TREK Procaliber noch eine Referenzrunde anzuhängen (bei +7° Grad). Das ist ja nun schon zwei, drei Wochen her, seit ich diese Runde das letzte Mal abgefahren bin. Ich zog den Brustgurt an um die Herzfrequenz zu messen und mein Ziel war, dass ich mindestens 1x über Puls 160 komme. Das habe ich dann auch geschafft und am Ende der zweiten und dritten Steigung jeweils Maximalpuls 161 erreicht. Trotzdem liegen aktuell keine schnellen Rundenzeiten drin, denn auf diesen kleinen Asphaltnebenstrassen muss man bergrunter ziemlich vorsichtig fahren. In waldigen Abschnitten liegt noch viel Laub und vom Regen angeschwemmter Sand in den Kurven. Da fährt man besser langsam und vorsichtig. Wie auch immer: Es hat sich gelohnt und es hat mir heute auch richtig Spass gemacht! 😍
Dienstag, 14. Januar 2025
Gestern und auch heute bin ich jeweils kurz vor fünf Uhr morgens vor das Haus getreten um dann etwa 40 Minuten Rad zu fahren um an meinen Morgenjob zu gelangen. Gestern zeigte das Thermometer -7° und heute Morgen -6° Grad. Das war wirklich empfindlich kalt. Vor allem bergrunter wenn man schneller fährt, somit mehr Wind im Gesicht hat und sich erst noch weniger bewegt, fühlte es sich schon saukalt an. 🐷 ❄
Gestern wehte zudem eine zügige Bise, was den Heimweg zur Mittagszeit nicht angenehmer machte. Heute war es dafür nahezu windstill und mit blauem Himmel und Sonnenschein 🌞 doch bedeutend angenehmer, auch wenn die Temperatur nicht über Null Grad anstieg. Im Tagesverlauf wurde es immer noch schöner und noch sonniger, so dass ich später noch eine Bikerunde von einer Stunde drehte. Ich wollte herausfinden, ob die Trails im Wald eher nass oder trocken/gefroren sind. Zweiteres ist der Fall und so könnte ich morgen oder am Donnerstag durchaus wieder einmal eine "echte" Mountainbikerunde ins Auge fassen. Das CANYON Neuron wurde dieses Jahr bisher noch nicht bewegt...
Dienstag, 7. Januar 2025
Von Samstag auf Sonntag fiel Schnee und somit wollte ich am Montag nicht unbedingt mit dem Motorrad zum Morgenjob fahren. Mit den nahezu profillosen Reifen ist mir das bei Schneematsch und überfrierender Nässe einfach zu gefährlich. Bei diesen Wetterverhältnissen bevorzuge ich das Fahrrad. Das ist zwar auch nicht stabiler, doch sollte man stürzen, so stürzt man langsamer und wird dabei auch nicht von einem schweren Motorrad erschlagen... 😏
Es ist schon ewig her, seit ich diesen Arbeitsweg das letzte Mal per Bike zurückgelegt habe. Das muss vor der Hüftoperation, also vor fast zwei Jahren gewesen sein. Das kann man also durchaus wieder einmal machen. Natürlich wird mir schon bei der Vorbereitung klar, dass dies doch einiges aufwändiger ist als die Fahrt mit dem Motorrad. Es braucht mehr Kleider und vor allem auch mehr Zeit. Ich stelle den Wecker deshalb auf 04:15 Uhr 🙄.
Momentan bin ich noch etwas Jetlag-geplagt. Das heisst: Ich bin abends schon früh müde und schlafe deshalb rasch und problemlos ein, doch dann wache ich etwa um 02:00 Uhr auf und bin hellwach. In Vietnam ist es dann 08:00 Uhr und das war auch die Zeit um die wir in den letzten drei Wochen jeweils aufgestanden sind. Nur jetzt ist es halt blöde, wenn ich mitten in der Nacht aufwache und nicht mehr wirklich einschlafen kann. Das wird sich in den nächsten Tagen wohl schrittweise bessern, doch so fällt es mir aktuell zumindest nicht wirklich schwer um so früh aufzustehen 😉.
Weil derzeit keines meiner Fahrräder über Schutzbleche verfügt, entscheide ich mich gegen das KISH und für das TREK 1120, mit Akku-Beleuchtung. Arbeitskleider, Geld, Handy, Schlüssel und Znüni passen gut in die vordere Tasche und im Geschäft kann ich das Bike an einem sicheren Ort abstellen und ich habe dort auch einen Spind, wo ich mich umziehen und die Bikekleider aufhängen kann. Soweit passt alles. Ich muss es also nur tun.
Gestern Montag hatte es nur noch stellenweise und ganz wenig Schnee und der Temperaturanstieg im Tagesverlauf hat dann auch die letzten eisigen Stellen weggetaut. Für heute war ein Föhnsturm mit Temperaturen bis gegen +10° Grad angesagt und so kam es dann auch. Heftige Windböen waren eine echte Herausforderung. Auf dem Nachhauseweg klarte es auf und es zeigt sich doch tatsächlich für einen Augenblick die Sonne. Das motivierte mich um noch eine Stunde Training, in Form einer Referenzrunde, anzuhängen. Doch es kam, wie es kommen musste. Die Wolken wurden mehr, der Himmel verdunkelte sich, der Wind nahm zu und schon bald begann es zu regnen. Das hätte ich nicht wirklich gebraucht, doch was soll's, Radfahren ist eine Outdoor-Sportart. Zuhause kann ich mir eine warme Dusche gönnen und die Kleider zum Trocknen aufhängen. Soweit also höchstens ein kleines mentales Problem.
Es ist nicht so, dass ich diese Bike-to-work-Fahrten als Vorsätze für das neue Jahr betrachte. Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Es ist eher die Freude an der Bewegung und das gute Gefühl, dass ich so ganz einfach etwas über eine Stunde Bewegung kriege. Ausserdem schärft es die Sinne und es hilft mir auch um mich für den Morgenjob zu motivieren. So verdiene ich damit nicht nur Geld sondern ich tu mir auch körperlich und mental etwas Gutes 😉.
A propos Vorsätze: Es gibt da so einen Spruch von Loriot, der mir in letzter Zeit öfter mal durch den Kopf ging: Früher war mehr Lametta! Ja, mich beschleicht manchmal das Gefühl, dass das Leben weniger bunt ist wie früher und dass es auch weniger freudige Momente bietet. All die Kriege und der politische Mist, der überall produziert wird, drückt zunehmend auf die Stimmung. Ich will mich dem vermehrt widersetzen! Es liegt am mir, wieder mehr Lametta in mein Leben zu bringen und selber bunte und freudige Momente zu generieren. Vieles ist auch eine Frage von: Worauf lege ich den Fokus? Und da hat das zunehmende Alter den Vorteil, dass man die gesammelte Lebenserfahrung nutzt, ohne sich dafür zu schämen. Ich muss (und kann) die Welt nicht retten. Vieles was ich an Informationen mitkriege hat Null direkten Einfluss auf mein Leben und vor allem: Meine Zeit ist begrenzt und es wäre schade, wenn ich mir diese verbleibenden Jahre mit Mist verderben lasse, den ich so oder so nicht beeinflussen oder ändern kann. Also konzentiere ich mich auf mein direktes Umfeld und versuche da so viel Lametta wie möglich zu verstreuen. Das hilft meinen Mitmenschen und auch mir am Meisten.
Mein heutiges Lametta waren die zusätzlichen Kilometer der gefahrenen Referenzrunde. Der kurze Sonnenschein, der heftige Wind, der Sturm, der Regen und die Genugtuung, es trotzdem gepackt zu haben. 👍
Mittwoch, 9. August 2023
Ich muss wieder fitter werden. So langsam ist der Heilungsprozess der Hüftoperation auch soweit fortgeschritten, dass ich wieder regelmässig Radfahren kann, ohne danach gleich mit zunehmenden Schmerzen geplagt zu werden. Ein gutes Mittel um eine halbwegs gute Grundfitness zu erreichen ist, wieder regelmässig mit dem Fahrrad zum Morgenjob zu radeln. Das ergibt 2x 40 Minuten Bewegung in den Tag.
Es ist schon lange her, als ich das letzte Mal mit dem Kish zum Morgenjob gefahren bin und ich wusste, dass zuvor das gute Rad lange Zeit einfach nur gebraucht und nicht mehr gepflegt wurde. Die Bremsen quitschten fürchterlich, die Kette begann zu rosten und ganz allgemein war der Zustand dieses schönen Fahrrads eher bemitleidenswert. So ist das wenig motivierend.
In den letzten Wochen habe ich mir die Sache genauer angesehen und ein paar Teile bestellt, die in der Zwischenzeit auch angekommen sind. Und heute war dann der perfekte Tag um sich dem KISH ausgiebig zu widmen. Als erstes musste ein Schaumbad her, weil an einem dreckigen Fahrrad herumzuschrauben so gar keinen Spass macht. Dann baute ich das Vorderrad aus und wechselte die Bremsscheibe und die Bremsbeläge. Die alte Bremsscheibe war nur noch 1,6mm dick und SHIMANO sagt, dass man spätestens bei 1,7mm die Bremsscheibe austauschen soll.
Beim Hinterrad wurde es etwas komplizierter, denn da hatte ich (schon länger) einen kräftigen Seitenschlag in der Felge. Räder zentrieren kann ich nicht und um dem Mechaniker die Arbeit zu erleichtern, baute ich Reifen, Schlauch, Bremsscheibe und Kassette ab. Dann fuhr ich mit dem nackten Rad in die Werkstatt und da machte sich mein Vorgehen dann bezahlt. Weil er das Rad nur noch in den Zentrierständer stellen und gleich loslegen konnte, war die Sache in zehn Minuten erledigt und mit 20 Franken in die Kaffeekasse bin ich auch recht günstig davongekommen. Also wieder nach Hause und alles zusammenbauen. Auch hinten montierte ich eine neue Bremsscheibe und neue -beläge.
Nun galt es eigentlich nur noch den dreckigen Antriebsstrang zu reinigen und frisch zu ölen. Hmmm... Gemäss Kettenlehre ist die Kette schon übermässig lang. Das mittlere Kettenblatt ist auch schon ziemlich verschlissen und auch die kleinen Rollen am Schaltwerk haben schon viel bessere Zeiten erlebt. Aktuell fehlen mir diese Teile. Da werde ich in den nächsten Wochen noch einmal eine Bestellung tätigen müssen. Na ja, eilt ja nicht. Und bis ich diese Teile dann wechsle, tun die Vorhandenen ganz sicher noch ihren Dienst.
Nach getaner Arbeit musste natürlich eine Probefahrt gemacht werden und das liess sich ganz gut mit einem Besuch in einer Bäckerei verbinden. Nun bremst es wieder ohne dass alle auf mich aufmerksam werden. Sehr gut. Der SPANK Spike Lenker passt gut zum Bike und sieht um Welten besser aus, als das Jones-Geweih zuvor. Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und wenn das Wetter am kommenden Montag stimmt, steht einer ersten Arbeitsfahrt nun nichts mehr im Weg.
Dienstag, 3. Januar 2023
Heute war der erste Arbeitstag im neuen Jahr. Es hiess also früh aufstehen und kurz nach fünf Uhr auf den Velosattel schwingen um zum Morgenjob zu fahren. Am ersten Tag hätte ich nicht gleich leichten Regen gebraucht, doch was soll's. Immerhin war es nicht sonderlich kalt.
Am Abend stand die erste Rikschafahrt 2023 im Kalender und auf dem Rückweg zur Garage fing ich dann auch gleich den ersten Plattfuss an der Rikscha ein. Zum Glück passierte das nicht während der Kunden-Rundfahrt und zum Glück war ich schon recht nah an der Garage. Es gab also noch eine Reparatur-Halbstunde, bevor ich mich auf dem Heimweg machte. Alles in allem: ein gelungener erster Arbeitstag!
Dienstag, 1. Dezember 2020

Als ich kurz nach 05:00 Uhr vor die Haustüre trat, schneite es und alles war mit einer dünnen Schneeschicht bedeckt. Ups 😲! Ich hätte am Sonntag nicht nur Karin's Auto mit Winterreifen ausrüsten sollen, sondern auch das KISH-Strassenrad. Winterreifen wären ja vorhanden. Nicht dass ich es vergessen hätte, nein, ich war einfach zu faul 😴. Tja, mit den Sommerslicks dürfte die Fahrt zum Morgenjob interessant werden...
Ich habe mich wie ein kleines Kind über den ersten Schneefall des Jahres gefreut. Im letzten Winter sah und fühlte ich gar nie Schnee. Die einzigen Tage, an denen es bis ins Flachland runter schneite, die verbrachten wir bei Sonne, Sand und Strand, bei knapp 30° Grad, in Thailand. Auch sehr schön aber halt anders schön. Meine letzte Schneeerfahrung liegt also schon etwas zurück...
Die Schneeflocken waren gross, klebrig, feucht und schwer. Die drei oder vier Zentimeter Schneeschicht am Boden dementsprechend rutschig. Zum Glück führt mein Arbeistweg zu grossen Teilen auf abgetrennten Radwegen. Wenn ich nämlich auf der Fahrbahn, am Strassenrand entlang fahre, liegt da von Autos verdrängter Schnee, in der Fahrspur ist es ziemlich rutschig und wenn Autos überholen und zur Mitte ausweichen, dass spritzen die Autoräder den verdrängten Nassschnee gerade so kniehoh zur Seite. Danke! Macht wenig Spass. Aber ich will nicht jammern, denn das sind -wie gesagt- nur kurze Abschnitte.
Am Schönsten sind die Teilstücke, wo man auf einem noch unberührten Radweg die erste Spur in den frischen, glitzernden Schnee ziehen kann
die fallenden Schneeflocken leuchten im Scheinwerferlicht wie Sternschnuppen 💫 es gibt sonst nur die noch dunkle Nacht und den weissen Schnee, der alle Geräusche dämpft. Monochrom in seiner schönsten Form. ![]()
Je näher man städtischem Gebiet kommt, desto mehr Schneepflüge und Salzstreufahrzeuge sieht man. Es ist wohl weniger eine Notwendigkeit, als eine Gelegenheit um Geld zu verdienen. Ausserdem lieben wir Schweizer Ordnung 😏 Schnee darf doch nicht einfach so unkoordiniert herumliegen 🤨. Der muss zur Seite geschoben werden, die Trottoirs müssen frei sein und der Verkehr soll möglichst ungehindert rollen...
Dabei ist klar, dass dieser Gruss vom Schneemann -zumindest hier- nur von kurzer Dauer sein wird. Tagsüber wird es wärmer, aus Schneefall wird leichter Regen und entlang der Strassen dominiert schon bald müdes matschgrau, das Morgen oder spätestens Übermorgen nur noch eine Erinnerung sein wird.
Auf dem Nachhauseweg begegne ich vielen Schulkindern, die auch auf dem Weg zum Mittagstisch sind. Da wird gelacht, gespielt, Schneebälle werden geworfen, oder es wird einfach etwas Schnee mitgetragen. Da fühle ich mich verbunden und glatt 50 Jahre jünger... Ja, es ist ein Wunder 🧙♂️!
Am Nachmittag wechsle ich dann doch noch die Reifen am Velo, in der Hoffnung, dass der nächste, magische Schneefall-Morgen nicht allzu weit weg ist 😉.
Mittwoch, 17. Juni 2020

Ich hatte schon öfters Wetterpech auf meinen Radfahrten zu meinem Teilzeitjob oder von da zurück nach Hause. Wobei doch gesagt werden muss, dass trockene Bedingungen klar in der Überzahl sind. Leichter Nieselregen oder kürzere Regenphasen habe ich dieses Jahr wahrlich schon einige erlebt. Dass es aber so richtig schüttet, so wie heute, das gibt es -glücklicherweise- doch recht selten.
Wirklich unangenehm ist es am frühen Morgen auf der Hinfahrt. Denn dann ist die Chance klein, dass alle Kleider wieder trocknen, bis ich den Rückweg antrete. Und es ist doch ziemlich eklig, feuchte Kleider erneut anzuziehen. Man beginnt so auch rasch zu frieren und das macht dann wirklich keinen Spass mehr. Wenn es aber um den Heimweg geht, und ich noch in trockenen Kleidern starten kann, dann ist mir Regen ziemlich egal. Ich weiss, in knapp 40 Minuten bin ich zuhause, da ist es trocken und warm, ich kann mich sofort umziehen und die nassen Kleider haben danach auch die nötige Zeit um wieder vollständig zu trocknen.
Natürlich ist es auch abhängig von der Jahreszeit, respektive von der Aussentemperatur. Heute, mit etwa 16° Grad, war es ganz o.k. Wobei... Nein... es war mehr als o.k... Speziell trifft es besser. Aussergewöhnlich und deshalb speziell 😉.
Der Wetterbericht sagte: "immer wieder Regen, mit teils kräftigen Schauern" und meine heutige Rückfahrt war wirklich genau während eines solchen Schauers. Der Regen prasselte kräftig und mit grossen Tropfen. Wenn diese auf die schon nasse Strasse fallen, bilden sich kleine Kronen und am Strassenrand entstehen kleine Bäche. Wasser spritzt hoch und auch die Schutzbleche am Bike nützen nicht wirklich viel. Weil ich keine Regenhosen trage, kleben mir die nassen Hosen schon nach wenigen Metern an den Beinen. Auch die GoreTex-Schuhe nützen nichts, denn das Waser rinnt bald entlang der Beine in die Schuhe. Am besten geschützt bin ich an Oberkörper und Kopf. Die Regenjacke hält (ziemlich) dicht und wie man sieht, kann ich die Kapuze auch unter dem Helm tragen. So kühle ich nicht aus und das ist eigentlich das Wichtigste. So kann ich die Fahrt schon fast ein wenig geniessen.
Zum Schluss noch der Link auf den Song des Tages. Dieser trifft meine Stimmung ganz gut. 👍
Mittwoch, 20. Mai 2020
Seit Anfang Jahr habe ich diesen Nebenjob, zu welchem ich ziemlich früh aufstehen muss. Zwischen 05:05 und 05:10 Uhr trete ich jeweils aus dem Haus und nehme mein Fahrrad aus dem Schuppen um damit zur Arbeit zu fahren.
Um diese Uhrzeit ist es meist noch dunkel. Deshalb ziehe ich vor dem Verlassen des Hauses eine kleine Stirnlampe an, damit ich sicher den Weg zum Fahrradschuppen finde und dort auch mit dem Schlüssel ins Schlüsselloch treffe. Dann bepacke ich mein Rad, nehme es aus dem Schuppen, schliesse diesen ab, verstaue den Schlüsselbund, zusammen mit der Stirnlampe, in der Gepäcktasche und schwinge mich in den Sattel. So lief es bisher immer. Diesen Montag stellte ich nun fest, dass ich die Strinlampe nicht mehr wirklich brauche. Aktuell ist um 05:05 Uhr die Dämmerung zumindest schon soweit fortgeschritten, dass ich ohne Licht das Schlüsselloch der Schuppentür erkenne.
Zu Beginn fröstelt es mich meist etwas, doch schon nach etwa 5 Minuten beginnt die Strasse leicht anzusteigen und mein Körper erreicht eine gute Betriebstemperatur. Ich kann endlich mehr sehen, als nur die Strasse im Lichtkegel meiner Frontleuchte. Der Himmel schimmert dunkelblau, man erkennt nur noch die hellsten Sterne oder die Sichel des Mondes und es wird langsam aber kontinuierlich heller. Eine wunderbare Übergangsstimmung von der stillen Nacht zum lauten Tag... magisch schöne 35 Minuten 🌅 bis ich am Arbeitsplatz das Rad in den Veloständer stelle.
Diese Woche arbeitete ich an drei Morgen, von Montag bis heute Mittwoch. Jedesmal dachte ich, dass ich diese Morgenstimmung unbedingt fotografieren und in diesem Blog zeigen muss. Gestern und heute habe ich mir deshalb das Smartphone direkt in die Jacke gesteckt, dass ich einfach und schnell anhalten und ein Foto schiessen kann. Und doch habe ich es nicht gemacht... Man denkt immer "es kommt noch besser/schöner" und dann ist man doch zu spät. Ausserdem hat das alles nicht nur einen visuellen Charakter (den man mit einem Foto einfangen kann). Alles ist in diesen 35 Minuten im Übergang. Zunehmendes Licht, Geräusche, Gerüche und mittendrin dieser kleine Radfahrer, der noch halb schlaftrunken aufs Rad gestiegen ist und letztendlich hellwach am Arbeitsplatz erscheint. Eine Transformation, durch und durch. 💫
Ich hoffe, dass ich durch diese Beschreibung einen Eindruck des Erlebnisses "Arbeitsweg per Rad durch die Morgendämmerung" geben konnte. Weil mein Motto aber "sowohl als auch" heisst, will ich die "Kehrseite der Medallie" auch noch kurz erwähnen.😏
Wie man auf nebenstehender Grafik leicht erkennen kann, ist mein Arbeitsweg nicht wirklich flach. Wobei man sich von der Grafik auch nicht blenden lassen soll. Der tiefste Punkt -nach ca. 1,5km- und der höchste Punkt -bei ziemlich genau 4km- liegen nur 90 Höhenmeter auseinander. Was in der Grafik also wie ein veritabler Berg aussieht, ist in Tat und Wahrheit ein sanfter Hügel 🤨. Anyway. Es geht berghoch, der Puls steigt, ich beginne in diesen zehn Minuten doch leicht zu schwitzen. Und so ziemlich jeden Morgen werde ich in dieser Steigung von zwei anderen Pendlern auf E-Bikes überholt... Hmmm... ich bin ganz offen: manchmal bin ich neidisch... 😓 sie kurbeln so locker und ein leises Surren hilft ihnen den Hügel hoch... ich vermute, dass sie nicht schwitzen...
Auf dem Nachhauseweg ist mir in den letzten Tagen immer wieder ein sehr schön blühender Busch aufgefallen. Um doch noch ein Bild für diesen Blogeintrag zu haben, machte ich heute Mittag das obige Bild. Ich verstehe wenig von Biologie und weiss deshalb nicht um was für einen Busch es sich dabei handelt. Aber sehr schön anzusehen ist er allemal und deshalb habe ich auch noch ein kleines Blütendetailbild unten rechts eingefügt. 🌸
Ah, noch eine Ergänzung. Das Wetter ist derzeit tagsüber schön und angenehm warm. Morgens brauche ich noch die lange Hose und eine Jacke. Für den Heimweg nehme ich mir zusätzlich eine kurze Hose und ein Kurzarmshirt mit. Das bewährt sich. Interessanterweise brauche ich für dem Heimweg meist über 5 Minuten länger als für die Hinfahrt. Ich glaube das ist, weil ich nicht mehr unter Zeitdruck stehe und auch schon etwas angemüdet bin.