In dieser Rubrik biete ich Dinge an, die ich nicht mehr benötige. Wer sich für einen der nachfolgenden Artikel interessiert, schreibt mir am einfachsten eine Email. Alle Preise sind verhandelbar.
Dauerhafte Einträge
Dienstag, 5. Mai 2026
(8) Es wird flacher und wärmer.
Mein Garmin-GPS vertrug den gestrigen Regen nur schlecht und wollte heute Morgen einfach nicht richtig aufstarten. Deshalb wurden ungefähr die ersten 5-6 Kilometer nicht aufgezeichnet. Drei platte Reifen waren die einzigen Ergernisse. Ansonsten war es einfach ein schöner und gelungener Biketag. Schaut Euch die Bilder im Album an.
Weiterer Text folgt später.
Hier der Link zu der heutigen GPS-Aufzeichnung. Die Fotos im Fotoalbum beginnen ab Bild 360.
Montag, 4. Mai 2026
(7) 100x auf- und wieder absteigen
Der Text folgt später.
Hier der Link zu der heutigen GPS-Aufzeichnung. Die Fotos im Fotoalbum beginnen ab Bild 293.
Sonntag, 3. Mai 2026
(6) nach Saint Jean du Bruel
Text folgt später.
Hier der Link zur heutigen GPS-Aufzeichnung und hier die Bilder des Tages, in der Fotogalerie ab Bild 241.
Samstag, 2. Mai 2026
Ruhetag
Heute war unser einziger Ruhetag und nach den anstrengenden letzten Tagen, kam dieser genau richtig. Am Morgen kümmerten wir uns etwas um unsere Fahrräder und am Nachmittag spazierten wir durch die echt schmucke Ortschaft Meyrueis und gönnten uns dabei Leckereien aus der örtlichen Bäckerei.
Die meiste Zeit habe ich jedoch dafür verwendet, um den Tagestext der letzten drei Biketage hier im Blog nachzureichen. Auch am Fotoalbum habe ich noch etwas herumgewerkelt, bis es mir endlich gefallen hat. 😉
Freitag, 1. Mai 2026
(5) les Gorges du Tarn
Auch diesmal kommt nach einem Regennachmittag ein neuer, sonniger Tag auf uns zu. Wieder starten wir schon zeitig auf unsere Tagestour, die heute eigentlich zweigeteilt ist. Die erste Hälfte führt wellig entlang der Tarn und der zweite Teil führt dann steil berhgoch auf eine Hochebene, die wir in südlicher Richtung überqueren und so zu unserem Tagesziel in Meyreuis kommen.
Die Strecke entlang der Tarn war dann schlicht zum niederknien und dem Herrn zu danken! Alles auf schmalen Wanderwegen, geschätzt zu 98 Prozent fahrbar, immer wieder tolle Ausblicke auf die Schluchten der Tarn und kleinste Weiler mit bezaubernd schönen Steinhäusern. Immer wenn man dachte, dass es nicht mehr besser werden konnte, kam das nächste Highlight. Unvergesslich!
Unseren Mittagshalt machten wir in Saint Enimie, einer Tourismushochburg für Cannioning, Riverraftig und Kanufahren. In einem schönen Restaurant genehmigten wir uns «Burger et frites», was uns Kraft für den Nachmittag geben sollte. Und das war auch wirklich nötig.
Wieder führte eine Wanderweg entlang der Tarn-Schlucht bis nach Sait Chély du Tarn, einem pittoresken Dorf an der Tarn. Von da weg ging es dann steil und langanhaltend, auf einem schmalen Schotterweg, über unzählige Serpentinen berghoch. Wir begegneten ein paar wenigen Wanderern, die uns anfeuerten und freundlich einen guten Tag wünschten. So sind Begegnungen der zwei Interessengruppen sehr angenehm.
Wir waren wirklich froh, als wir nach über 500 Höhenmetern endlich wieder einmal auf eine asphaltierte Strasse trafen, die uns über den Kulminationspunkt führte. Nach dem kleinen Bergdorf «Le Bouffre» kamen wir an einer Aussichtsbank vorbei, die uns für einen Bananen- und Guetslihalt motivierte. Danach folgte wieder einsame Berglandschaft, teils bewaldet und teils Heideland mit Sträuchern und Gebüsch. Ein paar Kilometer später, bei «Drigas» trafen wir wieder auf Remy und gemeinsam fuhren wir weiter südwärts. Die Gegend war weit und menschenleer. Das wirkte äusserst beruhigend und friedlich. Keine Strassen, keine Autos, keine Hektik.
Der letzte kurze Anstieg brachte uns nach «Serre de Pauparelle», von wo wir erstmals ins Tal nach Meyrueis blicken konnten. Abendsonne und das Ziel vor Augen, das erzeugt ein gutes Gefühl. Der letzte Downhill war steinig, aber gut fahrbar und so rollten wir kurz nach 17 Uhr in diesem sehr schönen und malerischen Ort ein.
Was soll ich sagen? Wieder ein Traumtag in einer traumhaft schönen Gegend, zu einer wunderbaren Jahreszeit. Im belebten Ortszentrum genehmigten wir uns ein Abendbier an der Sonne und eine leckere Käse- und Fleischplatte. Besser geht es nicht! Das GPS sagt: 59 km, 5:10 Std., 1'500 Hm.
Hier der Link zur der heutigen GPS-Aufzeichnung.
Die Fotos des heutigen Tages beginnen ab Bild 168.
Donnerstag, 30. April 2026
(4) noch ein Abenteuertag.
Wenn man in Appartements übernachtet, muss man sich selbst um ein Frühstück kümmern. Auf dem gestrigen Spaziergang entdeckten wir in der Nähe des Appartements eine Bäckerei und gleich daneben ein Restaurant/Kaffee. Um 07:00 Uhr betraten wir das Kaffee und fragten nach, ob hier auch ein Frühstück serviert wird. Die Antwort darauf war: «Nein, doch kaufen sie etwas in der Bäckerei nebenan und geniessen sie es hier zusammen mit ihrem Kaffee.» Das fanden wir bemerkenswert, weil wir diese Lockerheit so in der Schweiz nicht kennen. Und während unseres Aufenthalts im Kaffee kamen immer mehr Menschen mit Croissants, Baguette oder Pain au Chocolat und bestellten sich Kaffee dazu. Viele kannten sich und das erzeugte eine gesprächige und warmherzige Stimmung, zumal auch mehrere Hunde im Restaurant umhersprangen und nach Futter bettelten. Einmalig.
Heute trennten sich unsere Wege gleich nach dem Start. Für Jürg und mich sah der Tagesplan vor, dass wir auf den ersten 15 Kilometern gleich 900 Höhenmeter erklimmen mussten. Auf grobem Schotter war das ziemlich kräftezehrend. Ich kurbelte lange Zeit im zweitkleinsten und im allerkleinsten Gang berghoch. Auf etwa 1500 Metern über Meer erreichten wir den höchsten Punkt und gleich hinter der Kuppel kamen wir zu einem grösseren Ausflugsziel mit Restaurant, dem: Le Mas de la Barque. Es war windig und ziemlich frisch und so entschieden wir uns im warmen Restaurant einen frisch aufgebrühten Milchkaffee zu trinken.
Von hier führte uns der GPS-Track wieder auf vielen schönen Wanderwegen über wellige Hochebenen bis in die Nähe der Quelle des Flusses Tarn. Von hier weg wurde es dann richtig abenteuerlich. Wie vor zwei Tagen begann es wieder zu regnen, und wir kamen auch diesmal nicht um Regenkleider herum. Wir liessen uns dadurch den Spass nicht verderben, denn die Strecke und die Gegend waren wirklich hochinteressant.
Der Weg wurde immer schmaler und führte an einer steilen Hangflanke entlang, so dass wir immer mal wieder absteigen und ein Stück schieben mussten. An einer Stelle sollten wir zwischen zwei Felsen durch, die jedoch für unsere Bikes viel zu schmal waren. Also bedeutete dies, dass wir die Fahrräder durch den steilen Wald oberhalb der Felsen wuchten mussten. Das war sehr anstrengend, wird uns jedoch noch lange in Erinnerung bleiben. Etwas weiter auf dem Weg fuhr ich dann zu hart mit dem Vorderrad gegen eine Steinkante, so dass ich mir glkeich zwei Löcher in den Schlauch stanzte und wir so, irgendwo im Wald und bei Regen noch einen Reparaturhalt einlegen mussten. Zum Glück ist ein Schlauchwechsel keine allzu grosse Sache und so konnten wir schon bald wieder weiterfahren.
Im strömenden Regen trafen wir in Pont du Montvert auf Remy und auf ein, mit Motorradfahrern voll besetztes Restaurant. Es war eng, laut und alle dampften Wasser aus. Der heisse Kaffe schmeckte köstlich und wieder dachte ich: «So etwas erlebt man echt nicht jeden Tag.»
Es trennte uns ein weiterer Hügel von unserem Tagesziel in Florac Trois Rivière. Zu Beginn konnten wir auf einer kleinen Asphaltstrasse hochfahren, die später dann in einen schotterigen Wirtschaftsweg überging. Wir durchfuhren ein grösseres Waldgebiet, welches sich erst kurz vor dem höchsten Punkt lichtete. Von da genoss man (auch bei Regen) einen wunderbaren Rundumblick. Wir waren erleichtert, dass es nun nur noch bergrunter ging, doch auch das war nicht zu unterschätzen. Alles war nass und dreckig, die Forststrassen morastig und die Steine auf den Wanderwegen rutschig. Es brauchte also die volle Konzentration, machte jedoch auch wirklich viel Freude.
Der Wald spuckte uns direkt vor der Ortseinfahrt aus und so konnten wir die letzten Kilometer auf Asphalt zum Hotel rollen. Mittlerweile regnete es nicht mehr, doch wir waren kräftig eingesaut. Ich wollte so weder das Bike in eine Garage stellen, noch die Taschen in ein sauberes Hotelzimmer tragen. Deshalb stoppte ich bei einen Brunnen kurz vor dem Hotel und machte grosse Wäsche. Es dauerte etwas, doch mit dem Resultat war ich dann zufrieden und konnte diesen Abenteuertag so gut für mich beschliessen. Auch das war wieder ein ganz aussergewöhnlicher Radtag. Heute war die Durchschnittsgeschwindigkeit noch niedriger, nämlich nur noch 11,2 km/h. Das GPS sagt: 58 km, 5:15 Std., 1'180 Hm.
Hier der Link zur heutigen GPS-Aufzeichnung und hier die Bilder des Tages, in der Fotogalerie ab Bild 137.
Mittwoch, 29. April 2026
(3) Offroad nach Villefort
Die Frau des Campingplatzbetreibers hatte völlig recht mit der Aussage, dass es nach dem gestrigen Regen heute einen schönen Tag geben soll. Schon frühmorgens zeigte sich die Sonne an einem fast wolkenlosen Himmel. Kurz nach acht Uhr morgens war es auf über 1'300 Metern über Meer noch ziemlich frisch und deshalb starteten wir mit Jacken und ich trug auch Knielinge. Die leichte Steigung auf Asphalt, bis nach Mazzan-Abbaye war angenehm und ideal, um etwas warm zufahren. Auf die alte Klostergebäude wurden mit goldener Farbe grosse Kreise aufgemalt, die man von der richtigen Position klar erkennen konnte. Interessant gemacht.
Am Ortsausgang trennten sich unsere Wege. Jürg und ich zweigten in den Wald auf die Mountainbike-Variante ab, während Remy die Strassenvariante in Angriff nahm. Unsere MTB-Variante hatte es dann ziemlich in sich. Schon nach wenigen hundert Metern wurde der Weg so steil, dass schon schieben äusserst schwierig und anstrengend wurde. So kamen wir das erste Mal gut ins Schwitzen.
Die nachfolgende Strecke war dann sowohl die Natur als auch die Trails anbelangt einfach der Hammer! Alles kleinste Wald- oder Schotterstrassen und sehr vieles auf Wanderwegen und Singletrails. Praktisch immer in völliger Ruhe und Einsamkeit. Ich geniesse diese Weite und die Farben dieser Jahreszeit ganz enorm. Es ist ein Privileg, so etwas erleben zu dürfen.
Den nächsten Treffpunkt, in Loubaresse, sehen wir schon von weitem unten im Tal liegen. Es folgt eine schnelle Schotterabfahrt mit vielen Wasser-Ablaufrinnen, die zum Springen animieren. Doch mit zehn Kilo Gepäck am Bike ist das gar nicht so einfach. Mit einem Lächeln im Gesicht rollen wir in das kleine Dorf und finden Remy auch schon im Garten des einzigen Restaurants sitzen. Dieser Ort ist unglaublich malerisch, ja schon fast kitschig schön (man sehe sich die Fotos im Album an).
Im Restaurant erfrischen wir uns mit ein paar Oranginas und danach finden wir einen schönen Platz an der Sonne, wo wir unsere mitgebrachte Baguette, den Käse und die, bei der Loire-Quelle gekaufte, Pfeffer-Salami genüsslich verspeisen. Was für ein Leben!
Für Jürg und mich geht es wieder etwas berghoch bis wir auf eine Heide-Hochebene kommen, auf der der weitverbreitete Stachelginster zu blühen beginnt. Das satte gelb setzt sich immer mehr durch und vermutlich in ein bis zwei Wochen wird es die dominierende Farbe in dieser Gegend sein. Ich bemühe mich um nicht durch die Gegend zu hetzen, sondern diese Szenerie ganz bewusst wahrzunehmen und zu erleben.
Unser nächster Treffpunkt ist Pied de Borne, wieder ein Ort in einer Talsenke, diesmal mit Stausee und Wasserkraftwerk. Das Wetter ist mittlerweile prächtig, schön, sonnig und angenehm warm. Nun vernichten wir über 800 Höhenmeter. Zuerst auf anspruchsvollen Singletrails, dann auf groben Schotterstrassen und nahe der Ortschaft treffen wir auf eine kleine Asphaltnebenstrasse, wo wir unseren Adrenalinspiegel wieder etwas normalisieren können. Es schüttelt derart stark bergab, dass mir die Halterung des GPS-Geräts unterwegs abbricht (eine Federgabel wäre schon nett und würde die Stösse mildern). Zum Glück bemerke ich das sofort, halte an, gehe ein paar Meter zurück und finde das GPS-Gerät wieder. Zwar etwas zerkratzt, ansonsten aber heil. Am kleinen Dorfplatz treffen wir auf Remy und gemeinsam geniessen wir noch einmal ein paar Getränke.
Die letzten 10 Kilometer bis nach Villefort geht es gemütlich entlang des Flusses L'Altier. Die Strasse steigt dabei immer leicht an und so sind wir dann doch müde und erleichtert, dass wir Villefort bald erreichen und dort auf ein schönes und gut eingerichtetes Appartement treffen. Wir werfen alle gebrauchten Bikekleider in die Waschmaschine und danach in den Trockner, bevor wir einen Abendspaziergang durch den Ort machen und (wieder) im einzigen geöffneten Restaurant zu Abend essen. Das war ein absoluter Traumtag. Der Trailanteil war so hoch, dass wir lediglich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 12,8 km/h erreichten. Das GPS sagt: 73 km, 5:23 Std., 1'510 Hm.
Hier der Link zur heutigen GPS-Aufzeichnung.
Die Bilder des Tages beginnen in der Fotogalerie ab Bild 93.
Dienstag, 28. April 2026
(2) An der Loire-Quelle vorbei
Um halb acht Uhr morgens konnten wir ein ausgezeichnetes Frühstück geniessen und so waren wir schon vol halb neun Uhr abfahrbereit. Schon nach wenigen hundert Metern machten wir den ersten Halt bei einem Carrefour-Lebensmittelgeschäft um Proviant für den Tag zu kaufen.
Gleich nach dem Ortsausgang von Saint Agrève zeigte sich, dass heute eine ganz anders gelagerte Tour auf dem Programm steht wie gestern. Wir befahren fast den ganzen Tag einen Abschnitt der "Grand Traversée de l'Ardèche", einer ausgeschilderten Mountainbikestrecke durch die Region. Es gibt also viel mehr Schotterstrasse, Karren-, Forst- und Wanderwege, als Strassen. 👍
Der Tag entwickelte sich traumhaft schön. Wir bewegten uns fast immer über 1'000 m.ü.M., mit wenig Landwirtschaft, vielen Heiden und bewaldeten Hügeln. Immer wieder genoss man eine tolle Aussicht in die umliegende Region und die vielen Berge/Hügel, die in grauer Vorzeit meist Vulkane waren. Das erkannte man auch gut an dem fast schwarzen Geröll unterwegs und an den Basaltgesteinen.
Natürlich entging uns nicht, dass sich der Himmel immer stärker zuzog, und auch das erste Donnergrollen haben wir noch gekonnt ignoriert. Doch das half leider nichts, denn schon bald gingen die, zuerst noch vereinzelt fallenden, Regentropfen in einen veritablen Landregen über. Unter einem grossen Baum machten wir also einen kurzen Halt, um die Regenkleider anzuziehen. Und das nur wenige Kilometer vor dem eigentlichen Tageshighlight, der Loire-Quelle.
Dieses Highlight fiel dann buchstäblich ins Wasser. Wir befanden uns dort mitten in einer weissen Regenwolke und ausser zwei kleinen Verkaufsständen war alles geschlossen. Hier beginnt die Saison erst ab Mai, also ab dem kommenden Wochenende. Pech gehabt. Es regnete und das GPS zeigte nur noch magere 10 Grad an. Schnell begann ich zu frieren und fiel dadurch in ein kleines Motivationsloch. Am liebsten wäre ich in den Mannschaftsbus eingestiegen, hätte mir eine wärmende Wolldecke umgeworfen und mich wortlos zum nächsten Hotel fahren lassen 😰.
Es folgten noch etwa 25 Kilometer und viele davon nun auf aufgeweichten und dreckigen Waldstrassen. Das bedeutet noch lockere zwei Stunden Fahrzeit, Regen und Kälte. Ich brauchte mindestens 15 Minuten, bis ich mich mit genau dieser Situation abfinden und auch anfreunden konnte. Es ist, wie es ist! Mach das Beste daraus! Das Fleisch ist willig, doch der Geist ist schwach...
Einfach weitermachen hilft. Und schon bald folgt die nächste Steigung, das Blut kommt in Wallung und die Körpertemeratur steigt. Schon geht es etwas besser. Ausserdem ist die Landschaft auch bei Regen schön und die Route macht wirklich Freude. Und so kämpft man sich durch und weiss genau, dass sich die Mühe lohnt. Also stört es auch nicht mehr wirklich, dass die Bikeschuhe schon längst mit Wasser gefüllt sind. 🤨
Kurz nach 16 Uhr erreichen wir unser Ziel in Saint Cirque en Montage. Wir haben hier ein Familienzimmer im Hauptgebäude eines grossen Campingplatzes gebucht. Die Dame des Hauses serviert uns schnell und unkompliziert drei grosse Milchkaffees, damit wir uns aufwärmen können und der Herr des Hauses legt einen Wasserschlauch bereit, mit dem wir die dreckigen Bikes und Packtaschen abspritzen können. Die heisse Dusche ist danch so quasi die Kirsche auf der Torte.
Wobei: Ein super feines Essen, im einzigen Restaurant des Dorfes, zusammen mit einer sehr guten Flasche Rotwein rundete diesen Tag gebührend ab. Ich werde bestimmt gut schlafen! 😀
Hier der Link zur GPS-Aufzeichnung des Tages und die Fotos von heute starten im Fotoalbum ab Bild 50.
Montag, 27. April 2026
(1) nach Saint Agrève
Nach einem ausgezeichneten Frühstück starteten wir bereits kurz nach neun Uhr und machten vor dem B&B ein erstes Gruppen-Selfie in der Morgensonne. Der heutige Tag stand ganz im Zeichen von "La Dolce Via", einer ausgedienten Eisenbahnstrecke, die in einen äusserst komfortablen Radweg umgebaut wurde. Wobei ich anmerken möchte, dass ich noch gar nie einen derart gut ausgebauten Radweg gesehen habe. Es vergeht wohl kein Kilometer ohne dass eine Aussichtsbank oder einen Tisch mit zwei Bänken folgt. Immer steht daneben ein Abfalleimer. Alle zehn Kilometer ist ein Trocken-WC aufgebaut und geschätzt alle 20 Kilometer gibt es einen Trinkbrunnen. Kein Wunder also, dass man auch schon zu dieser frühen Jahreszeit immer wieder anderen Radfahrern und Reisegruppen begegnet. In der Hochsaison muss hier echt viel los sein.
Die Strecke war dann echt malerisch. Derzeit blühen viele Bäume, Sträucher und Wildblumen, was natürlich super anzusehen ist. Ausserdem ist die Gegend, mit ihren bewaldeten Hügeln, unglaublich grün und erinnert stark an Täler im Tessin, wie das Maggia- oder das Verzasca-Tal. Wir machten viele Fotos und genossen die leichte und gleichmässige Steigung.
Etwa auf halber Strecke, in der schmucken Ortschaft Laume machten wir einen Mittagshalt. Nach der gestrigen Völlerei hatten wir nicht wirklich viel Hunger und so begnügten wir uns mit einem Stück Kuchen und einem erfrischenden Getränk. Das Wetter war perfekt und über 20° Grad warm. Sonnencreme und -brille durften auf keinen Fall fehlen. Wir waren natürlich bestens gelaunt, denn einen besseren Ferienauftakt kann man sich schlicht nicht wünschen. 👍
Weil der Untergrund leicht zu befahren war, kamen wir gut voran und so erreichten wir Saint Agrève bereits gegen 15 Uhr am Nachmittag. Wir kreuzten den Ort etwas auf und steuerten dann den höchsten Punkt an, von wo man eine wunderbare Aussicht geniessen konnte. Danach waren wir reif für ein Belohnungsbierchen in einer Bar am zentralen Platz.
Später fuhren wir zu unserem Hotel, welches direkt neben dem historischen Bahnhof liegt. Das ist schon ziemlich in die Jahre gekommen, doch der junge Mann an der Rezeption war freundlich und hilfsbereit. Das Abendessen war nicht einfach zu organisieren, weil die wenigen Restaurants im Ort meist an Montagen geschlossen sind. Nach ein paar Diskussionen organisierte der Rezeptionist einen Koch, der ausserplanmässig im Hotelrestaurant die Küche in Betrieb nahm und für die etwas über zehn Hotelgäste ein Abendmenü kochte. Das hat auch wirklich gut geschmeckt.
Wir plauderten noch etwas und verzogen uns dann auf die Zimmer. Da versuchte ich die heutigen Fotos ins Online-Fotoalbum hochzuladen, scheiterte jedoch immer wieder. Irgendetwas ist faul, zwischen meinem Netbook und dem Webserver, oder mit der installierten Album-Software. Ich habe es bestimmt zehnmal mit der bestehenden Struktur versucht, doch es wollte einfach nicht richtig funktionieren. Irgendwann löschte ich die Tagesordner und packte halt alle Fotos flach in ein Verzeichnis. So scheint es nun zu gehen. Die Fotos des heutigen Tages starten ab Bild-Nr. 12.












